So sahen Erstkommunionfeiern vor der Pandemie aus (hier vor drei Jahren in der Gemeinde St. Laurentius). Jetzt werden fast alle Feiern wegen Corona verschoben. © privat
Kirchengemeinden

Nur zwölf Dorstener Kinder feiern im Mai Kommunion: Feiern verschoben

Fast alle Kinder und Jugendlichen feiern Kommunion oder Konfirmation erst im Sommer oder Herbst. Die Entscheidung der Kirchengemeinden hat Gründe. Alle hoffen auf eine angemessene Feier.

Eigentlich finden in den Wochen zwischen Ostern und Pfingsten nahezu jedes Wochenende Kommunion- oder Konfirmationsfeiern statt. Ein großer Tag für Kinder und Angehörige, der für die meisten angesichts der Corona-Situation in diesem Jahr noch etwas auf sich warten lassen wird.

Zwei Feiern doch bereits im Mai

Einzig in der Holsterhausener Kirchengemeinde St. Antonius und St. Bonifatius haben am 2. Mai bereits neun Kinder ihre Erstkommunion gefeiert. „Ab einer Inzidenz von 200 machen wir keine Gottesdienste. Etwa ein Fünftel wollte es darauf ankommen lassen und jetzt feiern“, erklärt Pfarrer Peter Boßmann. Pro Kind waren bei dem Gottesdienst unter Hygienebedingungen je vier Angehörige zugelassen.

Bei einer Abfrage unter den Eltern habe sich eine Mehrheit für eine Verschiebung in den August ausgesprochen. Deswegen werden die übrigen Feiern jetzt im Spätsommer stattfinden. „Ich gehe davon aus, dass die Bedingungen dann etwas lockerer sind“, blickt der Pfarrer voraus. Um den Kindern in der Vorbereitung Erfahrungen im Gottesdienst zu ermöglichen, habe man einige Gottesdienste im kleinen Kreis mit Kommunionkindern und einem Elternteil gefeiert. In den nächsten Wochen will die Gemeinde auch Familiengottesdienste im Freien anbieten, damit für die Kinder kein Bruch zwischen Vorbereitung und Fest entsteht.

Auch in der Gemeinde St. Matthäus haben sich drei Kinder mit ihren Familien entschieden, jetzt zu feiern. „Das wird eine ganz kleine Feier an Christi Himmelfahrt um 10 Uhr in der Matthäus-Kirche“, weiß Pfarrer Martin Peters. Aufgrund der geringen Teilnehmerzahl dürfen auch andere Gemeindemitglieder den Gottesdienst am 13. Mai besuchen. Die Entscheidung habe man den Eltern freigestellt, alle anderen Erstkommunionfeiern finden Ende September oder Anfang Oktober statt.

Vorbereitung vor Ort ist Gemeinden wichtig

In allen anderen Gemeinden werden alle Feiern in den Spätsommer oder Herbst verschoben. „Die Eltern wollten Planungssicherheit haben und haben positiv auf die Verschiebung reagiert“, berichtet August Hüsing, Pfarrer in der Hervester Gemeinde St. Paulus. Angedacht sind bislang Feiern am 19. und 26. September.

August Hüsing ist Pfarrer in der Gemeinde St. Paulus in Hervest.
August Hüsing ist Pfarrer in der Gemeinde St. Paulus in Hervest. © Anke Klapsing-Reich (A) © Anke Klapsing-Reich (A)

Zuvor soll es möglichst ab Ende Mai noch eine gemeinsame Kommunionvorbereitung geben. „Bei uns steht schon lange fest, dass wir die Kommunionfeiern auf September verschieben. Das finden auch alle gut“, fasst Alfred Voss, Pfarrer in St. Laurentius, zusammen. Auch die Gemeinde St. Agatha hat sich bewusst für eine Verlegung ins zweite Halbjahr entschieden. „Die Hauptvorbereitung steht noch bevor. Wir wollten die Vorbereitung vor Ort durchführen, damit die Kinder Gottesdienste und Gemeinschaft erleben“, erläutert Pastoralreferent Ludger Krogmann.

Konfirmandenunterricht wird in Dorsten nachgeholt

Auch die Konfirmationen finden in Dorsten wie im Vorjahr verspätet statt. „Die Feiern finden am 3. Oktober statt, jetzt soll der ausgefallene Konfirmandenunterricht nachgeholt werden“, erklärt Pfarrer Karl-Erich Lutterbeck von der Evangelischen Kirchengemeinde Dorsten. Die im Rahmen des Unterrichts erforderlichen Gottesdienstbesuche sollten die angehenden Konfirmanden trotz der zahlreichen ausgefallenen Gottesdienste dennoch bewältigen können. „Sie waren bis Weihnachten schon recht fleißig“, meint der Pfarrer dazu.

Karl-Erich Lutterbeck ist Pfarrer der Evangelischen Kirchengemeinde Dorsten. © privat © privat

In Holsterhausen sollten die Jugendlichen unmittelbar nach den Osterferien konfirmiert werden. „Nach der Verlängerung des Lockdowns war uns klar, dass wir die Konfirmation auf einen Termin nach den Sommerferien verschieben, damit die Familien vernünftig feiern können“, sagt Pfarrer Dr. Andreas Deppermann. Während der Konfirmandenunterricht für die betroffenen Jugendlichen bereits abgeschlossen ist, wurde der Beginn des ersten Teils für jüngere Kinder (Konfi 3) ebenfalls verschoben.

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Bastian Becker

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