Notbetreuung von Kindern auch an Wochenenden - in Ausnahmefällen

KInderbetreuung

NRW hat eine Neuregelung zur Betreuung von Kindern beschlossen. Dabei geht es auch um die Notbetreuung an Wochenenden. Dorstens Bürgermeister mahnt die Eltern.

Dorsten

23.03.2020, 08:34 Uhr / Lesedauer: 1 min
In Dorsten werden vorerst ab April keine Elternbeiträge für Kita und OGS eingezogen. Jetzt ist auch die Notbetreuung an Wochenenden landesweit geregelt.

In Dorsten werden vorerst ab April keine Elternbeiträge für Kita und OGS eingezogen. Jetzt ist auch die Notbetreuung an Wochenenden landesweit geregelt. © picture alliance / Fabian Sommer

Bei der Neuregelung geht es um Kinder von Personen, die in kritischer Infrastruktur tätig sind. Sie umfasst auch die Notbetreuung in Schulen und Kindertagesstätten am Wochenende bis zum 19. April (außer Ostertage).

Seit Montag (23. März) reicht es aus, dass ein Elternteil in kritischer Infrastruktur tätig ist, um das Angebot der Notbetreuung in Anspruch nehmen zu können. Das bedeutet, dass nicht, wie bisher, zwei Bescheinigungen des Arbeitgebers zur Unabkömmlichkeit vorgelegt werden müssen.

Alleinerziehende, die etwa in systemrelevanten Berufsgruppen tätig sind, brauchen neben der Arbeitgeberbescheinigung keine weiteren Nachweise zu erbringen. Die Neuregelung kann allerdings nur in Anspruch genommen werden, wenn die Betreuung des Kindes oder der Kinder nicht anderweitig verantwortungsvoll im privaten Umfeld organisiert werden kann.

„Ich bitte die Eltern eindringlich, das Angebot des Betreuungsanspruchs wirklich nur dann in Anspruch zu nehmen, wenn keine andere Möglichkeit besteht. Oberste Priorität hat nämlich weiterhin, persönliche Kontakte weitestgehend einzuschränken“, sagt Bürgermeister Tobias Stockhoff.

Der Betreuungsanspruch, so sieht es die Neuregelung des Landes vor, wird in den Einrichtungen oder Kindertagespflegestellen erfüllt, mit denen Eltern einen Betreuungsvertrag haben. Einen Anspruch auf Betreuung haben fortan auch Eltern, die keinen Betreuungsvertrag mit einem Kindertagesbetreuungsangebot haben.

Für Rückfragen stehen die Schulverwaltung (schulverwaltung@dorsten.de) und das Jugendamt (jugendamt@dorsten.de) unter den folgenden E-Mailadressen zur Verfügung. Auf der Homepage der Stadt können die Eltern eine Erklärung herunterladen, dass Sie anderweitig keine andere Lösung organisieren können.
Lesen Sie jetzt
Lesen Sie jetzt