An der Montessori-Grundschule in Wulfen sind fünf Mitarbeiter mit dem Coronavirus infiziert. Oder doch nicht? © Archiv
Coronavirus

„Noch nie erlebt!“ Montessori-Mitarbeiter doch nicht Corona-infiziert?

Fünf Mitarbeiter der Montessori-Grundschule in Dorsten sollen sich mit dem Coronavirus infiziert haben. Doch ein zweiter Test brachte eine Überraschung. Die Verwirrung ist groß.

Das Ergebnis eines Schnelltests am Mittwoch war eindeutig: Bei fünf von 20 Mitarbeitern der Montessori-Grundschule wurde eine Corona-Infektion festgestellt. Sie und ihre Familien mussten sich sofort in häusliche Quarantäne begeben, fünf Kinder aus der Notbetreuung ebenfalls. Doch zwei Tage später ist alles wieder offen.

„Die PCR-Untersuchung hat bei allen fünf Mitarbeitern ein negatives Ergebnis gebracht“, bestätigte der Stellvertretende Schulleiter Steffen Dederer am Freitag. Er selbst hatte das vorher nicht für möglich gehalten, und auch das Team der Arztpraxis in Schermbeck, das die Tests in dieser Woche vorgenommen hatte, war offenbar verdattert.

Sogar die Ärzte sind überrascht

„Die haben mir gesagt, dass sie so etwas noch nie erlebt haben“, bestätigte Dederer. „Dass ein negativer Schnelltest bei einer Überprüfung zu einem positiven Ergebnis führt, ist schon öfter vorgekommen. Aber umgekehrt war das noch nie der Fall.“ Es gibt bislang nur eine Vermutung: Die Schnelltests wurden am Mittwoch gemacht, aber erst am Donnerstag ans Labor geschickt – „vielleicht war die Zeitspanne zu groß“, sagt der Stellvertretende Schulleiter.

Aus diesem Grund sind die fünf Mitarbeiter am Freitag nochmals getestet worden, die Proben wurden umgehend ans Labor geschickt. Mit einem Ergebnis rechnet Steffen Dederer am Samstag. „Ich bin gespannt, unsere Mitarbeiter sind es auch. Aber für sie ist das natürlich auch eine psychische Belastung.“

Keiner von ihnen hat bislang übrigens Symptome einer Corona-Infektion.

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Stefan Diebäcker

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