Im Moment sind viele Schwimmbecken im Freien noch nicht mit Wasser befüllt (Symbolbild). © picture alliance/dpa
Coronavirus

Noch kein Wasser in den Außenbecken: Atlantis wartet auf Freibad-Start

Erfahrungen aus dem vergangenen Jahr könnten dem Freizeitbad Atlantis bei einer Öffnung des Außenbereichs helfen. Noch fehlt aus finanziellen Gründen aber das Wichtigste.

Von den Oster- bis zu den Herbstferien öffnet das Freizeitbad Atlantis üblicherweise seinen Außenbereich. Die Eröffnung der Freibadsaison lässt aber in diesem Jahr noch auf sich warten, die Inzidenzwerte erlauben es nicht.

Deswegen sind die Außenbecken im Atlantis noch nicht mit Wasser gefüllt, wie Geschäftsführer Karsten Meyer berichtet. „So können wir Energiekosten sparen, dem Wasser muss keine Wärme zugeführt werden und wir müssen es nicht desinfizieren“, erklärt er den Hintergrund dieser Entscheidung. Bei der seit November andauernden Schließung sei es für das Bad wichtig, unnötige Kosten zu reduzieren, momentan befindet sich die große Mehrheit der Mitarbeiter in Kurzarbeit.

Hygienekonzept in der Schublade

„Am Ende sind nicht wir es, die entscheiden. Wir müssen auf das Go der Bundes- und Landesregierung warten“, will Karsten Meyer erst einmal abwarten. Es mache keinen Sinn, vor einer Entscheidung über die Freigabe die Becken wieder zu befüllen und dann das Wasser möglicherweise noch weitere Wochen unnötig unterhalten zu müssen.

„Wir haben ja Erfahrungen aus dem letzten Jahr, es existieren noch Hygienekonzepte und Zulassungsbeschränkungen. Somit könnten wir relativ zügig starten“, kündigt der Atlantis-Geschäftsführer an. Ungewiss sei aber noch, ob wieder die gleichen Regeln wie im Vorjahr gelten würden.

Vorbereitung dauert mindestens eine Woche

Nach einer Entscheidung über die Öffnung der Freibäder müssen die Außenbecken also zunächst befüllt werden. Das Wasser muss, bevor es zur Nutzung für den Schwimmbetrieb freigegeben wird, angereichert und in seiner Reinheit bestätigt werden. Deswegen meint Karsten Meyer: „Eine Woche werden wir nach einer Entscheidung sicherlich brauchen, bis wir wieder öffnen können.“ Im Zweifel könnte das dann auch dazu führen, dass Badbesucher in Dorsten nach dem möglichen Öffnungstermin noch ein paar Tage warten müssen.

Der Geschäftsführer glaubt daran, dass die Freibadsaison in diesem Jahr noch stattfinden wird, will aber nicht in die Glaskugel blicken. „Man kann kein entsprechendes Datum prognostizieren. Wir haben oft Erwartungshaltungen formuliert und uns vorbereitet, es hat einfach keinen Sinn“, übt sich Karsten Meyer in Geduld. Nach und nach könne man, beginnend mit dem Außenbereich, im Rahmen einer Öffnung dann auch die Mitarbeiter aus der Kurzarbeit zurückholen.

Eines stellt der Geschäftsführer heraus: „Ich freue mich auf den Tag, wenn die Freibäder wieder aufmachen, und das nicht nur aus Eigeninteresse. Eine Öffnung des Außenbereichs wäre ein gutes Zeichen und ein Licht am Ende des Tunnels.“

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Bastian Becker
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