Lena Reinmuth und Vanessa Greef-Groß (v. l.) mit Rhodesian Ridgeback Kaelas können nun zusätzliche Unterstützung anbieten. © Lydia Heuser

Neues Angebot: Bessere Hilfe für Menschen in sozialen Schwierigkeiten

Die Beratungsstelle der Wohnungslosenhilfe hat ein neues Angebot. Die Sozialpädagogen können nun im Bedarfsfall mehr Zeit in die Unterstützung investieren. So sieht das Angebot konkret aus.

Die Wohnungslosenhilfe an der Borkener Straße 37 kann Menschen mit besonderen sozialen Schwierigkeiten jetzt besser beraten. „Bisher hatten wir eine reine Komm-Struktur“, erklärt Sozialpädagogin Lena Reinmuth.

Dank des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe (LWL) kann das Dorstener Team nun auch eine aufsuchende Beratung anbieten: „Ambulant Betreutes Wohnen“ (ABW) nennt sich das neue Angebot, das es seit Anfang Oktober gibt. Wenn Ratsuchende mehr brauchen, als die Beratungsstelle eigentlich anbietet, dann können Lena Reinmuth und ihre Kollegin Vanessa Greef-Groß zusätzliche finanzielle Mittel über den LWL beantragen.

Hilfe bei Ämtergängen oder der Post

Lena Reinmuth erzählt von einem Klienten, dem vor Kurzem alle Unterlagen geklaut wurden. Personalausweis, Krankenkassenkarte – alles weg. Die Sozialpädagogin will dem Mann nun helfen, indem sie mit ihm Termine bei den Ämter vereinbart und erledigt, um alle Dokumente neu zu beantragen. Auch bei der Wohnungssuche will sie unterstützen.

Ein weiterer möglicher Fall für den externen Dienst „ABW“ sei der „Angstgegner Post“, so Vanessa Greef-Groß. „Die Post ist immer ein großes Thema. Wir können helfen, zu sortieren und zu entscheiden, welche Forderungen tatsächlich getilgt werden müssen und welche nicht“, erklärt Greef-Groß, denn nicht alle Schulden müssten von Sozialhilfeempfänger gezahlt werden.

Beratungszeiten

Rund 300 Klienten kommen im Jahr zur Wohnungslosenhilfe. Rund 2500 Beratungen führen die zwei Frauen im Schnitt jährlich. Manch ein Klient kommt nur ein- zweimal, andere regelmäßig – und genau dort setzt das neue Angebot an. Ob beim drohenden Wohnungsverlust, Hilfestellung bei der Alltagsbewältigung, der Unterstützung der Freizeitgestaltung oder der Geldverwaltung, immer dort, wo eine intensivere Beratung nötig ist, setzt das ABW an.

  • Die Beratungsstelle für Menschen in besonderen sozialen Schwierigkeiten an der Borkener Straße bietet montags bis donnerstags von 8.30 bis 12.30 Uhr und nach Vereinbarung Beratungen an sowie freitags von 8.30 bis 12 Uhr.
  • Die Tagesstätte ist montags bis donnerstags von 8.30 bis 16.30 Uhr geöffnet sowie freitags von 8.30 bis 12.30 Uhr.
  • Dort gibt es einen geschützten Raum zum Aufwärmen, Kaffee, Tee oder Wasser, Zeitungen und Fernseher. Darüber hinaus bietet die Beratungsstelle ein Frühstück an, die Kleidung kann dort gewaschen werden und duschen ist ebenfalls möglich.
  • Erreichbar ist das ABW unter 02362 9662488.
Über die Autorin
Volontärin
Geboren und aufgewachsen im Bergischen Land, fürs Studium ins Rheinland gezogen und schließlich das Ruhrgebiet lieben gelernt. Meine ersten journalistischen Schritte ging ich beim Remscheider General-Anzeiger als junge Studentin. Meine Wahlheimat Ruhrgebiet habe ich als freie Mitarbeiterin der WAZ schätzen gelernt. Das Ruhrgebiet erkunde ich am liebsten mit dem Rennrad oder als Reporterin.
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