Neuer Vertrag rettet das Tierheim in Dorsten

Noch viel Spendenbedarf

Ewig hat es gedauert, aber jetzt steht das Tierheim endlich auf einer soliden Basis: Tierschutzverein und Stadt haben nun den Vertrag besiegelt, der Aufgaben und Kosten verbindlich verteilt.

29.03.2013, 17:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Neuer Vertrag rettet das Tierheim in Dorsten

Vorsitzende Heike Unkel freut sich, dass der neue Vertrag fürs Tierheim besiegelt ist. Aber auf Unterstützung ist der Förderverein auch künftig angewiesen.

15 Seiten umfasst das Vertragswerk, das die Einzelheiten regelt. "Wir sind sehr froh, dass wir nun eine feste Grundlage für unsere Arbeit haben", freut sich Heike Unkel, die Vorsitzende des Tierschutzvereins.

Am 1. April beginnt nun eine neue Ära in der Geschichte des Tierheims am Ellerbruch. Denn dann treten die neuen hauptamtlichen Mitarbeiter in Hervest ihren Dienst an. Es ist Bestandteil des Vertrages, dass eine hauptamtliche Kraft dort ganztags im Einsatz ist und von 2,5 400-Euro-Beschäftigten unterstützt wird. Außerdem helfen weiterhin 35 Mitglieder des Tierschutzvereins zu unterschiedlichen Zeiten tatkräftig mit.Finanzieller Aufwand ist enorm

"Der Personaletat verschlingt 40 Prozent der Mittel, die uns die Stadt ab jetzt jährlich zur Verfügung stellt", erläutert Heike Unkel, "insgesamt ist mit dem Kostenbeitrag von 80 000 Euro alles abgegolten, was sonst noch bezahlt werden muss - Gerätschaften, Futter, Ausstattung, Strom-, Wasser- und Heizkosten, Müllabfuhr und vieles mehr."

Dafür reicht das Geld aber nicht aus. Mindestens 109 000 Euro sind für den Betrieb des Tierheims erforderlich, so dass der Verein Jahr um Jahr auf 30 000 Euro an Geldspenden angewiesen ist, um das Defizit decken zu können. "Wir sind daher für jeden noch so kleinen Betrag dankbar", appelliert Heike Unkel an alle Dorstener Tierfreunde.Unterbringung von Fundtieren ist Pflicht

Sie weist daraufhin, dass alle anderen Betreiber-Modelle ohne Engagement des Tierschutz-Vereins die Stadt das Doppelte oder sogar das Dreifache gekostet hätten: "Die Unterbringung von Fundtieren ist eine Pflichtaufgabe und wir sorgen dafür, dass diese armen Kreaturen vernünftig versorgt und untergebracht sind." 

Spendenkonten: 201 450 201 bei der Volksbank Dorsten (Blz. 426 623 20) und 700 353 16 Sparkasse Vest, Blz. 42650150

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