Neuer Second-Hand-Shop für Mutter und Kind eröffnet in Dorsten

dzKids & Ladies Second Hand

Mit ihrem neuen Second-Hand-Geschäft für Frauen und Kinder sagt Özden Filyos der Wegwerf-Gesellschaft den Kampf an. Am Wochenende ist Eröffnung.

Dorsten

, 22.08.2019, 15:45 Uhr / Lesedauer: 2 min

Im Schaufenster sind die Waren schon ansehnlich in Szene gesetzt, an anderer Stelle wird aber noch gewerkelt. Özden Filyos ist in den letzten Zügen, an diesem Samstag (ab 10 Uhr) eröffnet die 36-Jährige in einem Ladenlokal in der Gordulagasse, aus dem die Freinäher kürzlich ausgezogen sind, ihr Second-Hand-Geschäft „Kids & Ladies Second Hand“.

„Vor drei Jahren bin ich dank meiner Tochter zu Second Hand gekommen“, erzählt die Gelsenkirchenerin. „Kinder wachsen schnell aus der Kleidung raus, das Verschwenderische dahinter fand ich nicht in Ordnung.“ Filyos suchte selbst Geschäfte auf, in denen gebrauchte Kleidung verkauft wird, und begann auch privat, Sachen übers Internet zu verkaufen.

„Mode mit Geschichte“

In ihrem Geschäft bietet sie sowohl Kleidung für Kinder als auch Frauen an. „Als Mutter vergisst man sich ja gerne mal selbst und geht ausschließlich für die Kinder einkaufen. Hier sollen auch die Mütter für sich gucken können.“ Ihre Ware nennt Filyos „Mode mit Geschichte“: „Irgendwer hat sie gekauft und dann geht sie an den nächsten über und die Geschichte wird fortgeschrieben.“

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Wer gut erhaltene Kleidungsstücke abzugeben hat, kann einen Termin vereinbaren und sie vorbeibringen. Es wird nur Ware in einwandfreiem Zustand angenommen: Flecken, Löcher oder strenge Gerüche sind tabu. „Wir verkaufen nur qualitativ hochwertige Sachen, kein Fast Fashion“, betont die Inhaberin. Bis zu drei Monate bleibt die Ware im Angebot. Wird etwas verkauft, teilen Filyos und der Besitzer sich den Erlös auf.

Gut erhaltene Einzelteile, die teilweise schon nicht mehr produziert werden

Das Tolle an Second Hand ist laut der Geschäftsinhaberin, dass man gute Einzelteile erhält, die teilweise schon gar nicht mehr produziert werden: „Man findet Sachen, die nicht jeder Zweite trägt.“ Von der Nachhaltigkeit ganz zu schweigen: „Mit ist wichtig, dass nichts weggeschmissen wird, womit man als Privatperson vielleicht noch ein paar Euro verdienen kann.“

Den Weg nach Dorsten fand die Gelesenkirchenerin auch durch ihren Freund Hendrik Lüning, der hier lebt und seiner Partnerin bei der Geschäftsgründung zur Hand geht. „Die ganze Familie steht hinter mir“, freut sich Özden Filyos. „Wir haben im Laden alles selbst gemacht. Und ein Konzept wie meins gab es hier noch nicht.“

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