Neue Gruppe erhebt samstags auf dem Marktplatz in Dorsten ihre Stimme gegen Rechts

dzEinsatz gegen Rechts

Eine neue Gruppe namens „Wir in Dorsten gegen Rechts“ will in den kommenden Wochen jeden Samstag von 10 bis 13 Uhr auf dem Marktplatz gegen Nationalismus und Rassismus protestieren.

Dorsten

, 07.05.2019 / Lesedauer: 3 min

Auf der einen Seite des Marktplatzes: der gemeinsame Europawahl-Info-Stand der sechs im Dorstener Rat vertretenen Parteien CDU, SPD, Grüne, FDP, UBP und Linke samt dem Dorstener Jugendgremium. Auf der anderen Seite: der Wahlkampfstand der hiesigen AfD. Und dazwischen eine noch kleine Dorstener Gruppierung, die in den kommenden Wochen jeden Samstag vor dem „Kohle-Haus“ auf ihr Anliegen aufmerksam machen will.

Sofort neue Mitglieder gewonnen

„Wir in Dorsten gegen Rechts“ stand auf den Plakaten, die Initiatorin Ruth Lange und ihre Mitstreiter am Samstag (4. Mai) eine Stunde lang erstmalig den Passanten präsentierten. „Wir machen uns Sorgen, weil sich Nationalismus, Rassismus, Intoleranz und Antisemitismus immer stärker ausbreiten“, so Ruth Lange: „Ebenso machen wir mobil gegen Einschränkungen der Pressefreiheit und die Europamüdigkeit.“ Keine großen Reden, dafür intensive Gespräche. Bei den Passanten sei dies auf offene Ohren gestoßen: „Wir haben sofort neun neue Mitglieder gewonnen“, erklärte sie gegenüber unserer Redaktion.

Unabhängig von Parteien

Gemeinsam mit sechs Freundinnen hat die Feldmärkerin die grundsätzlichen Thesen der Gruppe erstellt. „Wir sind unabhängig von Parteien und anderen Institutionen“, betont Ruth Lange. Zwar habe man sich ursprünglich der bundesweit bekannten Aktionsgruppe „Omas gegen Rechts“ anschließen wollen, entschied sich aber dagegen: „Wir wollen niemanden ausgrenzen, weder junge Leute noch Männer.“

Jeden Samstag von 10 bis 13 Uhr

Kurzfristig hatten die Mitglieder in der vergangenen Woche bei der Polizei eine Genehmigung für den Stand beantragt, „und gleichzeitig für die nächsten Samstage bis zur Europawahl am 26. Mai“. Von jeweils 10 bis 13 Uhr freut sich „Wir in Dorsten gegen Rechts“ dann auf weitere Unterstützung, auf neue Ideen und Mitstreiter. Ruth Lange weiß noch nicht, ob die Gruppe auch bei weiteren Veranstaltungen präsent sein wird, womöglich sogar über die Europawahl hinaus. „Darüber haben wir noch nicht gesprochen“, erklärt sie.

Für Toleranz und Respekt

Zunächst bleibt es also bei den nächsten drei Samstagen auf dem Dorstener Marktplatz, unweit des Standes der AfD. „Wir haben nichts dagegen, dass die da stehen“, betont die Initiatorin von „Wir in Dorsten gegen Rechts“. „Wir sind nämlich nicht nur gegen, sondern auch für.“ Nämlich „für gegenseitigen Respekt und Toleranz gegenüber Andersdenkenden“.

Wer sich der Gruppe „Wir in Dorsten gegen Rechts“ anschließen möchte, der kann eine Mail schicken an: wir.in.dorsten@web.de
Lesen Sie jetzt