Erst eine Schnellteststelle in Dorsten hat ihren Betrieb eingestellt. Es gibt ab Freitag zwar weitere Erleichterungen, aber unwichtig ist ein negatives Testergebnis trotzdem noch nicht. (Symbolbild) © picture alliance/dpa

Neue Corona-Erleichterungen ab Freitag, aber Schnelltests bleiben wichtig

Das „Corona-Leben“ in Dorsten wird ab Freitag einfacher, doch Schnelltests bleiben offenbar wichtig. Viele Erleichterungen stehen fest, eine Entscheidung steht allerdings noch aus.

Dorsten und der Kreis Recklinghausen fallen ab diesem Freitag (11. Juni) unter die Inzidenz-Stufe 1 der Coronaschutzverordnung des Landes NRW. Für die Menschen bedeutet dies weitere Lockerungen der Corona-Regeln, zumal auch das Land NRW am Mittwoch zum fünften Mal in Folge an einem Werktag unter dem wichtigen Inzidenzwert von 35 blieb.

Wird die Maskenpflicht teilweise aufgehoben?

Eine für viele Menschen wichtige Lockerung tritt in der Stufe 1 der Corona-Schutzverordnung allerdings nicht automatisch in Kraft: die Aufhebung der Maskenpflicht im Freien, zum Beispiel in der Fußgängerzone der Altstadt. Dafür ist der Kreis Recklinghausen zuständig. Kreissprecherin Svenja Küchmeister bestätigte am Donnerstag, dass es noch Abstimmungsbedarf zwischen Landrat Bodo Klimpel und den Bürgermeistern der zehn Kreisstädte gebe. „Eine Entscheidung wird aber wohl am Freitag verkündet“, sagte sie.

Ab Freitag ist allerdings in vielen Fällen kein negatives Schnelltest-Ergebnis mehr erforderlich, auch nicht beim Besuch eines Fitnessstudios, die ja schon in der vergangenen Woche mit Kontaktrückverfolgung und unter Einhaltung der „3G-Regelung“ (geimpft, getestet, genesen) wieder öffnen durften.

Beim Einkaufen sowie in der Innen- und Außengastronomie wird sie auch nicht benötigt. Doch weniger wichtig ist die Regelung deshalb nicht automatisch, glaubt Küchmeister und nennt zwei Beispiele. „Beim Musikunterricht mit Gesang oder Blasinstrumenten braucht man einen Negativ-Test, bei Treffen von bis zu 100 Personen auch.“

Freibad Atlantis Dorsten
Im Atlantis benötigt man weiterhin ein negatives Schnelltest-Ergebnis oder einen Impf-Vollschutz, obwohl Freibäder in der Stufe 1 der Coronaschutzverordnung eigentlich ausgenommen sind. © Hans Blossey © Hans Blossey

Und auch bei Kulturveranstaltungen oder bei einem Besuch im Atlantis. Für Freibäder gibt es zwar keinen Testnachweis mehr, „aber weil wir auch ein Indoor-Spaßbad haben, sind ein Test oder ein Impf-Vollschutz Pflicht“, sagt Prokurist Frank Schellhaus. Die Besucherkapazität des Bades bleibt limitiert, ein Teil der Karten (ausschließlich 3-Stunden-Tarif) kann online bestellt werden (www.atlantis-dorsten.de).

Schnellteststelle berichtet von „Rekord-Wochenende“

Apothekerin Ferda Hömke (Achtsam-Apotheke) berichtet, dass nach einem kleinen „Zwischentief“ die Zahl der gewünschten Schnelltests wieder ansteigt. „Das hat vermutlich auch damit zu tun, dass viele Menschen in den Urlaub fahren.“ Sie lässt ihre Teststelle, wie fast alle der mehr als 20 Betreiber in Dorsten, geöffnet, auch weil sie ab Montag für den digitalen Impfausweis Einträge vornehmen möchte.

Bislang hat in Dorsten lediglich die Praxis Dr. Koken am Ostwall den Testbetrieb eingestellt. Patrick Schürhoff (Schreurs Consulting) macht hingegen weiter, auch wenn die „fetten Tage“ in den beiden Teststellen an der Kurt-Schumacher-Straße und der Lippestraße vorbei seien. „Am letzten Wochenende hatten wir aber eine Rekordzahl mit fast 900 Tests“, bestätigt er. „Die Altersstruktur hat sich aber verändert. Es lassen sich zunehmend jüngere Menschen testen, zum Beispiel für Gastronomie oder Fitness-Studio.“

Dafür werden sie allerdings ab Freitag nicht mehr kommen müssen.

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Anke Stöcking (Jahrgang 1968), Mutter von drei, mittlerweile erwachsenen, Töchtern und passionierte Läuferin wohnt in Dorsten-Hervest. Seit 2006 ist sie bei der Dorstener Zeitung als Assistentin der Redaktion tätig und somit vor allem zuständig für Nachrichten von Kirchengemeinden, Vereinen und anderen Gruppen. Doch sie schreibt auch gerne selbst über Themen aus der Stadt.
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Anke Stöcking

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