Gute Nachrichten für Eltern: Dorsten plant drei weitere Kita-Neubauten

dzNeubaupläne der Stadt

Das wird Eltern freuen: Die Stadt plant den Neubau dreier Kindertageseinrichtungen mit jeweils vier Gruppen. Diese werden in Vierteln errichtet, in denen mit Kindersegen zu rechnen ist.

Dorsten, Wulfen-Barkenberg

, 30.04.2020, 04:45 Uhr / Lesedauer: 2 min

Drei weitere Kindertagesstätten sollen in Dorsten gebaut werden. Der Bedarf ist in Dorsten bekanntermaßen groß. Die Standorte wurden im vergangenen Jahr beschlossen. Zwei Kitas werden 2021 errichtet.

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Eine davon soll an der Ziegelstraße in unmittelbarer Nachbarschaft des Neubaugebietes auf der Hardt am Nonnenkamp gebaut werden, die andere Kita auf einem Baugrundstück an der Marktallee in Wulfen-Barkenberg zwischen Kampstraße und Parkdeck Wulfener Markt entstehen. Und an der Hohefeldstraße in der Nachbarschaft des BeFit wird es die dritte neue Kita geben.

Gesamtbaukosten für zwei Kitas: 5,5 Mio. Euro

Die Gesamtbaukosten für die beiden Kitas auf der Hardt und in Barkenberg belaufen sich schätzungsweise auf 5,5 Millionen Euro. Ein dicker Brocken, für den es ein interessantes Finanzierungsmodell aus Sicht der Verwaltung gibt. Mit den Finessen für diese beiden Neubauten beschäftigen sich die Kommunalpolitiker Anfang Mai.

In einer Vorlage für den Haupt- und Finanzausschuss, der am 6. Mai um 17 Uhr statt im Rathaus aufgrund der Corona-Schutzmaßnahmen in der Mehrzweckhalle Altendorf-Ulfkotte, Im Päsken, tagt, legt die Verwaltung dar, wie sie die Finanzierung der Einrichtungen stemmen möchte und welches Modell ihr vorschwebt.

Da weder die Stadt selbst noch die freien Träger allein den finanziellen Aufwand von etwa 2,7 bis 2,8 Mio. Euro pro Kita tragen können, wird die neue städtische Tochter Infrador als Investorin und Vermieterin für die freien Träger fungieren, die die Einrichtungen gerne führen möchten.

Freie Träger stellen über Investorin Förderantrag

Über die Investorin und Stadttochter Infrador haben die freien Träger dann die Möglichkeit, einen Antrag auf Fördermittel beim Land zu stellen. Das Land steuert maximal 2,16 Millionen Euro und 90 Prozent zu einer viergruppigen Einrichtung bei. Eine viergruppige Kita kostet, das zeigt das Beispiel der Kita Antoniusplatz in Holsterhausen, Pi mal Daumen 2,5 Millionen Euro. Die Differenz zwischen dem Landesanteil und den tatsächlichen Baukosten müsste Infrador schultern.

Das Landesjugendamt hat mit solchen Finanzierungsfeinheiten wohl kein Problem, wie aus der Verwaltungsvorlage hervorgeht. An Bewerbern für die Trägerschaft der Kitas fehlt es nicht; freie Träger haben ihren Hut in den Ring geworfen, auch wenn sie die Finanzierung nicht stemmen können. Der Jugendhilfeausschuss wird voraussichtlich im Mai entscheiden, wer den Zuschlag bekommt. Gebaut werden kann übrigens auch ohne umgehende Förderzusage des Landes: Es hat entschieden, dass vor Erteilung des Bewilligungsbescheides

losgelegt werden kann.

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Weil unklar ist, wie es mit Kita und OGS weitergeht, zieht die Stadt Dorsten auch im Mai keine Elternbeiträge ein. Einen endgültigen Verzicht auf die Mai-Beiträge bedeutet das nicht.

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