Für viele Kunden ist der Besuch eines ortsnahen Drogeriemarktes eine Bereicherung auf ihrem Einkaufsbummel. (Symboolbild) © picture alliance / dpa
Nahversorgung

Nachbarorte haben einen Drogeriemarkt – nur der Dorstener Norden nicht

Die Aussicht auf einen ortsnahen Drogeriemarkt bewegt die Menschen in den nördlichen Stadtteilen Dorstens. Was für eine Ansiedlung im Stadtteil-Dreieck spricht.

Einen Drogeriemarkt halten Rhader und Lembecker für wichtig. Ortsnah soll er sein und nicht so weit entfernt, dass man mit dem Auto dorthin fahren muss. „Die Bewohner des Dorstener Nordens haben nicht nur ein Bauchgefühl bei der Forderung zur Ansiedlung eines Drogeriemarktes. Die Entfernung von Rhade als auch Lembeck zu einem der Drogeriemärkte in der Dorstener Innenstadt (Hauptzentrum) beträgt 19 Kilometer, von Rhade kommt man nach 14 Kilometern nach Borken und braucht 11 Kilometer bis Schermbeck“, sagt uns Reinhard Meisner, Mitglied des Arbeitskreises Dorfentwicklung Rhade. Das ist ziemlich weit, um alltägliche Einkäufe zu erledigen.

Lembeck hätte ihn auch gerne

Auch Rhades Ortsnachbarn in Lembeck fänden einen Drogeriemarkt in der Mitte ihres Ortes begrüßenswert. Auf lembecker.de schlägt Frank Langenhorst den ehemaligen Standort des Raiffeisenmarktes an der Schulstraße vor. Denn die Fahrt von Lembeck nach Groß Reken ist zehn Kilometer lang. Eine beträchtliche Distanz, die durch eine Ansiedlung in Lembeck stark abgekürzt werden könnte.

Derartige Strecken zu Versorgungszentren in Nachbargemeinden werden in der Regel auch nicht mit dem Fahrrad und schon gar nicht zu Fuß erledigt. Auch da ist sich Reinhard Meisner aus Rhade ziemlich sicher: „Die Fahrten von Rhade, Deuten und Lembeck werden im Normalfall mit dem Auto unternommen.“ Wenn also seitens der Stadt ein Interesse bestehe, die Kaufkraft in den Orten zu binden, „dann macht ein Drogeriemarkt in unserer Region durchaus einen wirtschaftlichen Sinn“, argumentiert er.

Nicht zu vergessen die gewachsene Zahl von Rhadern, Lembeckern und Deutenern, die während der Corona-Pandemie und auch nach den Lockdowns vom Homeoffice aus arbeiten. „Ein ortsnaher Markt bietet die Möglichkeit, vom Auto aufs Fahrrad umzusteigen.“ Damit kommen dann auch Umweltaspekte mit ins Spiel.

Zentrale Nahversorgung ist ein Anliegen

Grundsätzlich sind sich die 13.000 Bürger im Dorstener Norden im Dreieck Rhade/Deuten/Lembeck also einig, dass die Nahversorgung zentral ausgebaut werden sollte und müsste.

Einzelheiten können interessierte Bürger in einer Videoschalte zur Einzelhandelsentwicklung im Dorstener Norden, zu der der Stadt einlädt, vortragen. Sie findet statt am 5. Oktober (Dienstag) von 18 bis 19.30 Uhr (Einwahl ab 17.45 Uhr). Die Stadt bittet um vorherige online-Anmeldung unter www.dorsten.de/Dorfentwicklung_Dorsten/Dorfentwicklung_allgemein.asp.

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Seit 20 Jahren als Lokalredakteurin in Dorsten tätig. Immer ein offenes Ohr für die Menschen in dieser Stadt, die nicht meine Geburtsstadt ist. Das ist Essen. Ehefrau, dreifache Mutter, zweifache Oma. Konfliktfähig und meinungsfreudig. Wichtige Kriterien für meine Arbeit als Lokalreporterin. Das kommt nicht immer gut an. Muss es auch nicht. Die Leser und ihre Anliegen sind mir wichtig.
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Claudia Engel

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