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Nach dem Brand geht es um die Zukunft der Dorstener Werkstatt

dzDorstener Werkstatt

Zwei Monate nach dem Großbrand steht fest: Die in Teilen zerstörte Werkstatt für Menschen mit Behinderungen wird wieder aufgebaut. Und es gibt eine Übergangslösung.

Wulfen

, 17.12.2018 / Lesedauer: 3 min

„Wir sind sehr froh, dass sich inzwischen einige Dinge geklärt haben“, sagt Christa Stüve, Geschäftsführerin der Diakonie im Kirchenkreis Recklinghausen. „Jetzt haben wir, mit Unterstützung der Stadt, eine räumliche Übergangslösung bis zur Wiederinbetriebnahme der Werkstatt gefunden.“ Das kann nach bisherigen Schätzungen zwei bis drei Jahre dauern.

Nach dem Brand geht es um die Zukunft der Dorstener Werkstatt

Für zwei bis drei Jahre werden im Sommer 100 Beschäftigte der Dorstener Werkstatt in der ehemaligen Laurentiusschule arbeiten. © Claudia Engel

Bis dahin werden ab etwa August rund 100 Beschäftigte, die seit Anfang November auf andere Werkstätten der Diakonie verteilt sind, in der ehemaligen Laurentiusschule in Lembeck arbeiten. Christa Stüve rechnet damit, dass der Landschaftsverband Westfalen-Lippe als Kostenträger und die Agentur für Arbeit keine Einwände haben.

Umbau kostet etwa 400.000 Euro

Denn die Laurentiusschule bietet nahezu ideale Möglichkeiten. Die Räume im Erdgeschoss sind barrierefrei, Aufenthalts- und Speiseräume können eingerichtet und die Toilettenanlagen so umgebaut werden, dass sie für Menschen mit Behinderungen geeignet sind. Rund 400.000 Euro wird der Umbau im Gebäudeteil B und C kosten, die Diakonie wird da in Vorleistung gehen müssen. Denn die Gespräche mit der Versicherung dauern an, verschiedene Gutachter sind eingeschaltet.

Nach dem Brand geht es um die Zukunft der Dorstener Werkstatt

Die Beschäftigten konnten bei dem Feier rechtzeitig in Sicherheit gebracht werden. © Robert Wojtasik

Am 15. Oktober war das Feuer in der Werkstatt ausgebrochen. Der Brand zerstörte einen Teil des Gebäudes komplett, alle Beschäftigten konnten aber rechtzeitig in Sicherheit gebracht werden. „Da hat es sich ausgezahlt, dass wir regelmäßig Brandschutzübungen machen“, meint Werkstattleiter Klaus Brauckhoff. Die psychische Belastung war allerdings groß. „Für die Beschäftigten ist das hier nicht nur Arbeit, sie haben hier auch ihren Freundeskreis und eine feste Tagesstruktur.“

Nach dem Brand geht es um die Zukunft der Dorstener Werkstatt

Werkstattleiter Klaus Brauckhoff ist froh, dass bei dem Brand keine Menschen in Mitleidenschaft gezogen wurden. Regelmäßig gibt es in der Werkstatt Brandschutzübungen. © Stefan Diebäcker

Nach dem Brand war die Solidarität mit den Beschäftigten groß. Bei einer Benefizveranstaltung am 2. Dezember kamen 4000 Euro zusammen, viele weitere Spenden sollen den Menschen der Dorstener Werkstatt zu Gute kommen - zum Beispiel, damit sie Gelegenheit bekommen, sich regelmäßig zu treffen. Für Bürgermeister Tobias Stockhoff ist das ein deutliches Signal, „dass die Werkstatt mitten in unserer Stadtgesellschaft verankert ist“.

Die Stadt stellt das Gebäude kostenlos zur Verfügung. Die angestrebte Vermarktung der Teile der alten Laurentiusschule, die noch nicht von Lembecker Gruppen dauerhaft belegt wurden, wird dadurch zeitlich verschoben.

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