Musikalisch durch die ganze Welt

4. Chorfestival

Es waren viele Stimmen, die die Dorstener am Samstag beim 4. Chorfestival auf dem Platz der Deutschen Einheit zu hören bekamen. Man könnte fast schon sagen: Stimmen aus aller Welt.

Dorsten

, 05.06.2016, 15:42 Uhr / Lesedauer: 2 min

Den Auftakt durften aber die Kleinen machen: die Nachwuchssänger des Kinderchores Dorsten-Deuten. Mit ihren hellen, klaren Stimmen präsentierten sie vier Lieder, die sie bei den wöchentlichen Proben mit ihrer Chorleitung Stephanie Lotz perfekt einstudiert hatten.

Muntere und nachdenkliche Lieder wechselten sich ab, Charts-Hits luden zum Mitsingen ein. Unter kräftigem Applaus wurden die hellen Kinderstimmen von den dunklen, reifen Stimmen des MGV Einigkeit Lavesum abgelöst. „Ich war noch niemals in New York“, „Walzergefühl“, „Schenk mir noch eine Stunde“. Bei solchen Evergreens war Schunkeln vorprogrammiert. „Jetzt waren wir alle in New York – zumindest im Traum“, kommentierte Chorleiter Michael Drews die musikalische Weltreise.

Zwölf Chöre machten mit

Für ihr Chorfestival hatte Organisatorin Barbara Seppi zwölf Chöre eingeladen, die Dorstener zu unterhalten. Darunter allein fünf Männer-Gesangsvereine aus Dorsten, Lavesum und Drevenack, die Herzdamen aus Oberhausen, der VHS-Chor Tonart Dorsten und zwei Chöre der Kirchengemeinde St. Josef, den Kirchenchor und die CHORiosos. „Es gefällt mir wirklich gut hier!“, freute sich Reinhard Kaesling, der in diesem Jahr zum ersten Mal das Chorfestival besuchte. „Dorsten ist eine schöne Stadt und bei solchen Festen trifft man immer viele Bekannte.“ Es herrschte ein stetiges Kommen und Gehen.

Pralle Sonne

Für viele Besucher war die pralle Sonne aber kaum auszuhalten. Statt an den Biertischen, die auf dem ganzen Platz der Deutschen Einheit aufgestellt waren, drängelten sie sich in den Schatten der Häuserwände. Waren die zahlreichen Gäste zuvor nur musikalisch um die Welt gereist, so wurde es ab halb zwölf wirklich international auf der Stiftsquelle-Bühne. Die Schola Cantorum Santa Maria degli Angeli aus Rom war der Einladung Seppis nur zu gern gefolgt und zum dritten Mal nach Dorsten gereist.

Besonders unterhaltsam: ein Karnevalswerk aus der Renaissance. Der Platz war erfüllt von einem Jaulen und Miauen der Karnevalstiere. Den Abschluss des Festivals bildeten der MGV Cäcilia Rhade, der MGV Deuten und der MGV Frohsinn Lembeck. „So eine Kombination wäre vor 20 bis 30 Jahren undenkbar gewesen“, witzelte Bürgermeister Tobias Stockhoff.

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