Andreas Brümmer vom Kampfmittelbeseitigungsdienst Arnsberg sprengte die Granate. © Guido Bludau
Granatenfund

Munition gefunden – Kampfmittelbeseitigungsdienst sprengte Flak-Granate

Der Kampfmittelbeseitigungsdienst der Bezirksregierung Arnsberg musste am Mittwoch auf einem Feld an der Gälkenheide eine alte Weltkriegsgranate sprengen.

Die Munition war am Vorabend am Ackerrand gefunden worden. Durch Pflügarbeiten muss die 88-Millimeter-Flakabwehr-Granate wohl an die Erdoberfläche gelangt sein.

Die Granate wurde auf diesem Feld gefunden.
Die Granate wurde auf diesem Feld gefunden. © Guido Bludau © Guido Bludau

Bei archäologischen Ausgrabungen hatten Mitarbeiter des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe die Granate am Dienstag entdeckt und die Stadt informiert. Da es für eine Sprengung aber bereits zu spät war, setzte die Stadt Dorsten an der Fundstelle über Nacht einen Wachdienst ein.

Nahaufnahme der messerscharfen Flakabwehrgranatsplitter
Nahaufnahme der messerscharfen Flakabwehrgranatsplitter © Guido Bludau © Guido Bludau

Weil die Granate nicht transportfähig war, entschied der Kampfmittelräumdienst am Mittwoch, sie vor Ort zu sprengen. Der Bauhof der Stadt Dorsten setzte einen Minibagger ein, um ein Loch zu graben. Dann wurde der Sprengkörper hineingelegt und mit Sand bedeckt, um ihn sprengen zu können.

Diese 88-Millimeter-Granate wurde gesprengt.
Diese 88-Millimeter-Granate wurde gesprengt. © Guido Bludau © Guido Bludau

Radius von 200 Meter blieb frei

Die Versorger Westnetz und RWW wurden vorab in Kenntnis gesetzt, da in der Nähe der Sprengstelle Leitungen verlaufen. Teams des Kommunalen Ordnungsdienstes stellten für den Moment der Sprengung sicher, dass ein Radius von 200 Metern freiblieb.

Deutsche Flakabwehrstellung auf dem Feld

Die Granate wurde um 14.40 Uhr durch die Sprengung kontrolliert gesprengt. Laut Auskunft des Landwirtes, dem das Feld gehört, gab es im Zweiten Weltkrieg eine deutsche Flakabwehrstellung auf dem Feld, um von dort feindliche Flugzeuge abzuschießen.

Die Granaten wurden auf eine bestimmte Flughöhe eingestellt und explodierten in der Luft. Die messerscharfen Granatensplittern stießen dann durch die Aluminiumrümpfe der Flugzeuge.

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Redaktion Dorsten
Bianca Glöckner ist gebürtige Dortmunderin und lebt seit 1992 in Marl. Nach ihrer Ausbildung zur Verlagskauffrau bei Lensing Media und ihrem Redaktionsvolontariat arbeitete Bianca Glöckner zunächst zehn Jahre lang in der Lokalredaktion in Haltern, seit 2007 ist sie Redakteurin in Dorsten.
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Bianca Glöckner
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Als „Blaulicht-Reporter“ bin ich Tag und Nacht unterwegs, um über Einsätze von Polizei und Feuerwehr seriös in Wort und (bewegten) Bildern zu informieren. Dem Stadtteil Wulfen gehört darüber hinaus meine besondere Leidenschaft. Hier bin ich verwurzelt und in verschiedenen Vereinen aktiv. Davon profitiert natürlich auch meine journalistische Arbeit.
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Guido Bludau

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