Müll türmt sich in falsch befüllten Tonnen am Riedweg

dzMülltrennung

Vor einem Mietshaus am Riedweg in Hervest sammeln sich seit Monaten immer wieder Müllberge an. Der Grund: Die Mieter befüllen die Tonnen vollkommen falsch.

Dorsten

, 07.01.2019 / Lesedauer: 3 min

Wenn Dietmar Fitzner aus seinem Büro schaut, blickt er seit einigen Wochen immer wieder auf überquellende Mülltonnen und Müll, der sich auf den Grünstreifen und in den umliegenden Vorgärten breit macht.

„Ich warte schon auf die Ratten“, sagt der Dorstener im Gespräch mit der Dorstener Zeitung. Er vermutet, dass die Tonnen von den Mietern falsch befüllt und daher von der Müllabfuhr nicht mitgenommen werden.

Wiederkehrende Probleme mit der Müllentsorgung

Die Stadt und die für das Mietshaus zuständige Hausverwaltung Funke hat er bereits über das Problem informiert. Gleiches haben auch Anwohner aus dem Umfeld getan, die ihren Unmut auch bereits in der Facebook-Gruppe „Du weißt, dass du aus Dorsten kommst, wenn...“ geäußert haben.

„Regelmäßig stapelt sich Ecke Bismarck Str./Riedweg dermaßen der Müll vor dem Mietobjekt, dass er sich irgendwann selbständig macht und auf umliegende Vorgärten und Gärten verteilt“, schreibt beispielsweise ein Gruppenmitglied.

Stadt ist für Gelbe Tonnen nicht zuständig

Da es sich vorrangig um falsch befüllte Gelbe Tonnen handelt, ist die Stadt laut Stadtsprecher Ludger Böhne nicht zuständig: Die Abfuhr der Gelben Tonnen erledigt ein Unternehmen im Auftrag des Dualen Systems. „In der Regel bleiben falsch befüllte Tonnen stehen und werden mit einem Aufkleber markiert, sodass Eigentümer oder Mieter die Möglichkeit zur Nachsortierung haben, damit die Tonnen bei der nächsten Abfuhr geleert werden können“, sagt er.

Der zuständigen Hausverwaltung Funke ist das Problem bekannt. „Die Mieterstruktur hat sich geändert. Die hauptsächlich ausländischen Amtsmieter tun sich mit der deutschen Mülltrennung anscheinend schwer. Da haben wir auch schon Apfelkippen im Papiermüll gefunden“, erzählt Geschäftsführer Constantin Krukenberg auf Anfrage der Dorstener Zeitung.

Sonderleerung und Handzettel haben bislang nicht geholfen

Ende November 2018 habe man daher eine Sonderleerung durchgeführt und an die Bewohner Handzettel in mehreren Sprachen verteilt. „Dass das dann wenige Wochen später wieder genauso aussieht, ist natürlich nicht in unserem Sinne“, so Krukenberg.

Nun hat er eine erneute Sonderleerung durchführen lassen - die Kosten dafür werden auf die Mieter umgelegt. „Das interessiert diese aber wenig. Vielleicht kommt das böse Erwachen mit der Abrechnung im nächsten Jahr.“ Erst einmal wird nun ein Hausmeister die Mülltonnen nach draußen stellen und kontrollieren, ob sie richtig befüllt wurden. So hofft die Hausverwaltung, das Problem erst einmal in den Griff zu bekommen.

Stadtsprecher Böhne: „Ein Dilemma, das schwer aufzulösen ist“

Stadtsprecher Ludger Böhne: „Solche Situationen sind letztlich ein Dilemma, das schwer aufzulösen ist“. Einerseits sollten Mieter beziehungsweise Eigentümer nicht auch noch für ihr Fehlverhalten „belohnt“ werden, indem ihr unsortierter Müll kostenlos abgeholt werde. Andererseits sei es gerade für Anwohner, die sich um eine einwandfreie Müllentsorgung bemühten, ein großes Ärgernis.

Ab 2019 gehören unter anderem folgende Abfälle in die Wertstofftonne:
  • Verkaufsverpackungen aus Kunststoff, Metall und Verbundstoff, Gegenstände aus Kunststoff wie Eimer, Schüsseln, Spielzeug, Gießkannen, Steckdosen, Duschvorhänge und Frischhalteboxen sowie Gegenstände aus Metall wie Kochtöpfe, Pfannen, Besteck, Werkzeuge, Armaturen, Kabelreste und Fahrradkörbe.
  • Fragen zur Wertstofftonne beantworten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Entsorgungsbetriebes Dorsten unter Tel. (02362) 66 56 05 und 66 56 04.
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