DITIB-Gemeinde Dorsten möchte Moschee umbauen - es gibt aber ein Problem

dzMoschee Dorsten

Alle Genehmigungen liegen vor. Die muslimische DITIB-Gemeinde Dorsten möchte gerne mit der Sanierung ihrer Moschee Am Holzplatz loslegen. Aber es gibt Schwierigkeiten.

Dorsten, Hervest

, 23.03.2020, 14:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Räume im denkmalgeschützten Postgebäude am Holzplatz in Hervest sind den Anforderungen der muslimischen DITIB-Gemeinde nicht mehr gewachsen. Seit 2017 wünscht sich die wachsende Moscheegemeinde einen Ausbau ihres Gotteshauses und der Nebenräume. 2020 geht der Wunsch der Muslime in Dorsten voraussichtlich in Erfüllung. Denn jetzt soll endlich mit dem Bau begonnen werden. Es gibt aber ein Problem: die Statik.

Jetzt lesen

Mustafa Coban, Vorsitzender der Moscheegemeinde: „Wir arbeiten zurzeit noch daran. Die Statikbilanz stimmt noch nicht“, so Coban. Er rechnet damit, dass die letzten Anpassungen in dieser Woche vorgenommen werden können. Ein weiteres Problem ist momentan noch die Finanzierung der Sanierungs- und Modernisierungskosten. Zwar ist das Spendenaufkommen in Dorsten gut, es reicht aber nicht aus, um die Baukosten von 400.000 Euro zu stemmen.

DITIB Köln ruft zu Spenden in den Gemeinden auf

„Unsere Dachgemeinde, DITIB Köln, ruft zu Spenden auf“, sagt Coban. Aber: „Unsere Freunde aus den Nachbargemeinden werden den Baubeginn sehen wollen. Da sind uns zurzeit aber auch wegen Corona die Hände gebunden.“

In den kommenden Wochen, wenn sich die allgemeine Situation wieder entspannt, wollen Delegierte der Dorstener Moscheegemeinde ihre Nachbarn in Marl und Gladbeck besuchen, die Pläne für Dorsten in deren Gotteshäusern vorstellen und um Unterstützung aller Muslime in den benachbarten DITIB-Gemeinden bitten.

Spendenaufruf in der türkischen Heimat

Hilfe gibt es zudem vom türkischen Konsulat in Münster, das in der Türkei einen Spendenaufruf starten will. Das sei Brauch bei den muslimischen Gemeinden, Vorhaben mit Spendengeldern zu verwirklichen, sagt Mustafa Coban. Einige Gemeindemitglieder aus Dorsten wollen tatkräftig beim Ausbau helfen. „Für den Anfang brauchen wir aber ein Bauunternehmen, das den Rohbau macht.“ Coban, der selbst vom Fach ist, legt darauf Wert, dass der Baustellenbetrieb übersichtlich bleibt.

Gebetsraum für Männer wird vergrößert, Frauen bekommen eigenen

Vergrößert wird der Gebetsraum für Männer, die Frauen bekommen in der ersten Etage der denkmalgeschützten Post einen eigenen Gebetsraum mit Sichtfeld zum Prediger. Neu gestaltet werden die Sozial- und sanitären Räume.

Zu den Räumen wird es barrierefreie Zugänge für gehbehinderte oder alte Menschen geben. Außerdem wird ein Aufzug eingebaut.

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt