Mindestabstand in der Fußgängerzone? Das funktioniert nicht überall

Coronavirus

Mit verschiedenen Kampagnen wirbt die Stadt Dorsten seit Wochen für einen Mindestabstand von 1,50 Meter. Doch mit der Öffnung der meisten Geschäfte ist klar: An manchen Stellen wird es eng.

Dorsten

, 21.04.2020, 12:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
Zwischen Bauzäunen und Ladenlokalen ist für Passanten am Marktplatz und in der Recklinghäuser Straße nicht viel Platz.

Zwischen Bauzäunen und Ladenlokalen ist für Passanten am Marktplatz und in der Recklinghäuser Straße nicht viel Platz. © Ralf Pieper

Es war nicht der befürchtete Ansturm, als am Montag die meisten Geschäfte in der Altstadt von Dorsten wieder öffneten. Doch es waren spätestens ab der Mittagszeit deutlich mehr Menschen in der Innenstadt als in den Wochen zuvor. Das sorgte im wahrsten Sinne des Wortes für möglicherweise gefährliche Engpässe.

Der Verkaufsstart ist aus Sicht der Stadtverwaltung gut angelaufen, es gab wenig zu kritisieren. Problematisch ist es aber nicht in oder unmittelbar vor den Geschäften, sondern in der Recklinghäuser Straße und am Marktplatz. Dort ist die Baustelle zur Erneuerung der Innenstadt in vollem Gange, auf den verengten Wegen ist es für Passanten nahezu unmöglich, einen geeigneten Abstand zu halten.

Bürgermeister wirbt für Mund-Nase-Schutz

Bürgermeister Tobias Stockhoff appelliert daher an alle Innenstadtbesucher, sich in den Engpässen der Baustelle ganz besonders umsichtig zu verhalten: „Wer sich in der Öffentlichkeit aufhält, sollte einen Mund-Nase-Schutz tragen.“ Stockhoff will das nicht als übertriebene Vorsicht verstanden wissen, sondern als Zeichen der Solidarität. „Wer selbst unbemerkt das Coronavirus in sich trägt, schützt damit andere vor einer Ansteckung.“

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