Michael Wendler will im Prozess gegen eine Dorstener Firma Einspruch einlegen. © picture alliance / dpa
Gerichtsprozess

Michael Wendler kündigt Einspruch im Prozess gegen Dorstener Firma an

Schlagerstar Michael Wendler will im Prozess gegen eine Dorstener Firma in Revision gehen und gibt sich siegessicher. Zuvor war er zu einer Zahlung von 25.000 Euro verurteilt worden.

Vor Gericht tauchten weder er noch sein Anwalt auf, jetzt hat sich Schlagersänger Michael Wendler zum Prozess gegen die Dorstener Trockenbaufirma Peters Elementebau geäußert. Auf der Plattform Telegram hat der in den USA lebende Dinslakener die Berichterstattung zu dem Thema („klassischer Fall von Lügenpresse“) kritisiert und angekündigt, Einspruch gegen das Urteil einzulegen.

Weil weder der Beklagte selbst noch sein Anwalt zu der Verhandlung vor etwa zwei Wochen am Duisburger Landgericht erschienen waren, erging ein Versäumnisurteil. Demnach musste Michael Wendler der Dorstener Firma 25.000 Euro zahlen. Diese hatte Arbeiten an der Dinslakener Villa des Musikers durchgeführt, mit deren Ergebnis dieser nicht zufrieden war und deshalb nicht zahlte. Zu dem Prozess hat er in dem Post, den er mittlerweile wieder gelöscht hat, geschrieben: „Es ist ein alter Handwerkerprozess, den ich in erster Instanz bereits gewonnen hatte. Damals forderte er, glaube ich, noch 75.000 Euro und ich habe den Prozess gewonnen und er hat gar nichts bekommen“.

Wendler ist sich sicher: „Ich muss auch nichts bezahlen“

In diesem ersten Verfahren vor dem Landgericht war allerdings ein Verfahrensfehler festgestellt worden, somit kam es zu einem zweiten Verfahren, das acht Jahre lang dauert und nun womöglich doch noch nicht beendet ist. Denn Michael Wendler will sich nicht mit dem Urteil abfinden. „Das macht aber gar nichts. Es wird jetzt Einspruch eingelegt gegen dieses Versäumnisurteil und dann gibt es einen neuen Prozesstermin, zu dem ich nicht persönlich erscheinen muss, sondern nur mein Rechtsanwalt. Das ist alles schon so weit abgeklärt. Also gibt es hier keine Forderung von 25.000 Euro gegen mich. Ich muss auch nichts bezahlen“, schreibt der 48-Jährige auf Telegram siegessicher.

Noch liegt kein Antrag beim Gericht vor

Beim Duisburger Landgericht haben Michael Wendler und sein Anwalt bis Mittwochnachmittag (28.4.) noch keinen Antrag auf Revision gestellt. Das Urteil sei dem Beklagten zugestellt worden. Wann das Urteil ihm schriftlich vorliege, sei aufgrund des langen Postweges nicht ganz klar. Das Gericht geht aber davon aus, dass das Urteil Michael Wendler spätestens seit Montag (26. April) vorliegt. Ab diesem Zeitpunkt läuft die Einspruchfrist von zwei Wochen, sodass der Beklagte seinen Antrag spätestens bis zum 10. Mai beim Gericht einreichen müsste.

Über den Autor
Volontär
Berichtet gerne von Menschen, die etwas zu erzählen haben und über Entwicklungen, über die viele Menschen sprechen.
Zur Autorenseite
Bastian Becker

Der neue Lokalsport-Newsletter für Dorsten

Immer freitags um 18:30 Uhr das Wichtigste aus dem Dorstener Lokalsport direkt in Ihr E-Mail-Postfach.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.