Meisen sollen die Flut der Eichenprozessionsspinner-Raupen eindämmen

Eichenprozessionsspinner

Die Eichenprozessionsspinner werden immer mehr zum Problem. Jetzt sollen Meisen helfen, die Flut einzudämmen. Deshalb bauen immer mehr Vereine Nistkästen. In Östrich halfen Schüler mit.

von Gregor Rößmann

Östrich

, 15.02.2020, 17:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Kinder wurden von den Erwachsenen beim Bau der Nistkästen unterstützt.

Die Kinder wurden von den Erwachsenen beim Bau der Nistkästen unterstützt. © Gregor Rößmann

Die Östricher hatten die Idee, Meisennistkästen zu bauen, um so die Verbreitung der emsigen Vögelchen zu fördern, die dann die Entwicklung des Eichenprozessionsspinners empfindlich stören sollen. Gesagt, getan.

Die Dorstener Arbeit lieferte die vorgefertigten Bausätze für die Meisennistkästen.

Die Dorstener Arbeit lieferte die vorgefertigten Bausätze für die Meisennistkästen. © Gregor Rößmann

Nadine Gelissen, Theo Brockmann und Werner Kapteinat vom Bürgerforum Östrich nahmen mit den Schülern der Wilhelm-Lehmbruck-Schule das Projekt in Angriff. Schuldirektorin Heike Lippert-Knospe trommelte die Schüler mit Eltern, Vertreter des Bürgerforums und RVR-Ranger Michael Zielkowki zusammen, und mit Hammer und Nagel ging es dann zum Nistkastenbau.

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Die Dorstener Arbeit lieferte vorgefertigte Bausätze

Die benötigten Bauteile wurden bei der „Dorstener Arbeit“ mit Mitteln aus dem Bürgerbudget 2019 durch die Stadtteilkonferenz, das Bürgerforum Östrich, angeschafft. Mit 50 Bausätzen wurde ein guter Start ermöglicht, so Werner Kapteinat, der zusammen mit Hans Rommeswinkel vom Grünflächenamt nun eine sinnvolle Verteilung der Nistkästen bespricht.

RVR-Ranger Michael Zielkowki erläuerte die Problematik der Eichenprozessionsspinner-Raupen.

RVR-Ranger Michael Zielkowki erläuerte die Problematik der Eichenprozessionsspinner-Raupen. © Gregor Rößmann

„Die Meisen fressen die jungen Eichenprozessionsspinnerraupen und in den Niederlanden wurden bereits positive Erfahrungen gemacht“, erläuterte der RVR-Ranger. Mit zusätzlichen Maßnahmen, wie das Absaugen der Nester und Einsatz neuer Fallen, die man demnächst teste, sehe er eine realistische Chance, die Plagegeister in den Griff zu bekommen.

Die Kinder hämmerten, was das Zeug hielt.

Die Kinder hämmerten, was das Zeug hielt. © Gregor Rößmann

Die Nistkästen werden nun nach und nach aufgehängt. Die Östricher können sich bei Werner Katpeinat unter Tel. (02362) 4 46 88 melden und auf stark befallene Bereiche hinweisen, der dann zusammen mit dem Grünflächenamt die Orte prüft und geeignete Stellen ausmacht.
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