Mehr Hege für die Pflege

DORSTEN Deutliche Erleichterungen und bessere finanzielle Rahmenbedingungen sieht das neue Pflege-Weiterbildungs-Gesetz vor, das Anfang des Monats in Kraft getreten ist.

von Von Michael Klein

, 18.07.2008, 17:31 Uhr / Lesedauer: 1 min
Sehen Verbesserungen durch das neue Pflege-Weiterbildungs-Gesetz: Mechthild Hasenaecker, Kerstin Schönlau und Nadine Fleischmann.

Sehen Verbesserungen durch das neue Pflege-Weiterbildungs-Gesetz: Mechthild Hasenaecker, Kerstin Schönlau und Nadine Fleischmann.

Darauf wiesen am Freitag Vertreter des Diakonischen Werks Gladbeck-Bottrop-Dorsten sowie Mechthild Hasenaecker, BIP-Beraterin der Stadt Dorsten hin. Pflegegeldanträgen sollen schneller bearbeitet werden, Pflegegeld und Sachleistungen werden erhöht, die Betroffenen haben zukünftig einen kostenlosen Anspruch auf eine persönliche Pflege-Beratung durch ihre Pflegekasse, dazu soll die Qualität der Einrichtungen besser überprüft werden.

Neu wird auch die Zusammenlegung von Leistungsansprüchen von Einzelpersonen sein. "So können zukünftig mehrere Pflegebedürftige aus Häusern mit betreutem Wohnen oder aus Nachbarschaften Pflege- und Betreuungsleistungen sowie hauswirtschaftliche Hilfen bündeln und gemeinsam in Anspruch nehmen", erläutert Mechthild Hasenaecker.

Ansprüche erweitert

Auch die Unterstützung der pflegenden Angehörigen bekommt in der Gesetzesreform ein deutlich größeres Gewicht. Neu ist der Anspruch auf unbezahlte Freistellung von der Arbeit für maximal sechs Monate. Im Falle von Urlaub und Erkrankung der pflegenden Angehörigen besteht der Anspruch auf Verhinderungspflege schon nach sechs Monaten.

Die Erweiterung der Pflegebedürftigkeit um den Begriff der Alltagskompetenz zielt auf die Menschen ab, die an Demenz, schweren Depressionen oder geistigen Behinderungen leiden. "So haben zukünftig auch Patienten der Pflegestufe Null einen Leistungsanspruch", sagt Kerstin Schönlau, die Prokuristin der Diakonie-Seniorenhilfe.Zusätzliche Betreuungsleistungen werden erhöht

Entlastung könnte die Anhebung von teilstationären Pflegeleistungen wie Tages- oder Nachtpflege bis auf 150% des Pflegesachleistungsbetrages bedeuten. Zudem werden die zusätzlichen Betreuungsleistungen erhöht, bis auf 2400 Euro. Im stationären Bereich wird dadurch die Arbeit verbessert, da die Kassen für je 25 Bewohner eine zusätzliche Betreuungs-Assistenz finanzieren müssen. Dennoch: "Die stationären Einrichtungen profitieren ansonsten kaum von dem Gesetz", so Kerstin Schönlau.

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