Maxima (9) kämpft gegen den Krebs und hilft Kindern in Afrika

Spendenaktion

Das Schicksal hat im April aus dem Nichts heraus zugeschlagen: Die neunjährige Maxima erkrankt schwer an Krebs. Sie kämpft tapfer - und hilft jetzt Kindern, denen es auch nicht gut geht.

Reken, Dorsten

, 10.01.2021, 09:30 Uhr / Lesedauer: 2 min
Auf ihrem selbstgebastelten "Maximeter" hält Maxima den aktuellen Spendenstand fest.

Auf ihrem selbstgebastelten "Maximeter" hält Maxima den aktuellen Spendenstand fest. © privat

Maxima Wübbeling ist neun Jahre alt, sie geht in die 4. Grundschulklasse. In den letzten Monaten war ein Schulbesuch allerdings nur mit Unterbrechungen möglich. Maxima hat Krebs und bereits sechs Operationen überstanden. Aus Dankbarkeit für die gute medizinische Betreuung hat sie eine Spendenaktion für Kinder in Afrika gestartet.

Der Tumor ist „sehr zornig“

Jährlich erkranken fast 2000 Kinder an Krebs, eine der häufigsten Formen sind Tumore des Zentralnervensystems. Maxima hat einen solchen Hirntumor und der sei „sehr zornig“ sagt die Neunjährige aus Reken. Trotz mehrerer Operationen hat er sich nicht „verkrümelt“, sondern wird jetzt, nach erfolgloser Chemotherapie, bestrahlt. Die Eltern sind hoffnungsvoll: Die Reste des Tumors sind bereits stark angegriffen, es zeichnet sich ein Wendepunkt ab.

In der gemütlichen Küche des Rekener Bauernhofes erzählt Maxima von ihrer Krankheit. Ihr Vater hat den Arm um sie gelegt. Ein Zeichen dafür, mit wie viel Liebe und Geborgenheit das Mädchen von ihren Eltern, von Bruder Philipp (11), der wie viele Kinder aus dem Dorstener Norden das Gymnasium der Mariannhiller Missionare besucht, und anderen aufgefangen wird. Es sei ein schwerer Weg für sie, sie sei oft sehr traurig. „Aber alle sind immer sehr nett zu mir. Wenn die Ärzte mir nicht geholfen hätten, wäre ich schon tot.“

Christian, Maxima, Philipp und Barbara Wübbeling (v.l.) aus Reken halten in der Krise fest zusammen und hoffen nun, dass die Spendenaktion Kindern in Ostafrika Freude bringt.

Christian, Maxima, Philipp und Barbara Wübbeling (v.l.) aus Reken halten in der Krise fest zusammen und hoffen nun, dass die Spendenaktion Kindern in Ostafrika Freude bringt. © privat

Maxima ist tapfer und lebensfroh. Und sie ist dankbar. Dafür, dass sie medizinisch so gut versorgt wird. „Ich habe Glück, mit dieser Krankheit in diesem Land zu leben“, findet sie. Dieses Glück will sie teilen. Maxima und ihre Eltern starten deshalb eine Spendenaktion.

Drei Projekte in Ostafrika

Unterstützen wollen sie drei Projekte der Mariannhiller Missionare. Pater Thomas aus Maria Veen begleitet als vertrauensvoller Freund diese Aktion. Maxima hat sich drei Projekte in Ostafrika ausgesucht: Eine Farm, auf der von Familien verstoßene Kinder mit Behinderungen leben, eine Grundschule und ein privates Projekt, das junge Mädchen aufnimmt, die vor Kinderehe und Genitalverstümmelung fliehen.

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Mehr als 77.000 Euro hat Maxima bereits gesammelt, auf einem von ihr gebastelten Maximeter trägt sie den aktuellen Kontostand ein. „Mich beeindruckt, dass ein neunjähriges Kind solch einen Blick auf und ein weites Herz für Kinder hat, die sie nie gesehen hat. Ich hoffe, dass Maximas Herzenswunsch wahr wird und viele Menschen sich von ihrer Empathie und Hilfsbereitschaft anstecken lassen“, verneigt sich Pater Thomas Winzenhörlein aus Maria Veen vor Maxima. Er wisse, dass die Unterstützung dort vor Ort wirklich notwendig sei. Die Spenden kommen den Projekten in Afrika ohne Abzüge zugute.

Maximas Plan ist, mit ihrer Familie und Pater Thomas nach Afrika zu reisen, um die Kinder in den Projekten zu besuchen. Sie hofft auf viele Spenden und vor allem darauf, bald wieder gesund zu werden.

Informationen zu den Projekten finden Interessierte unter www.mariannhill.de/engagement/maxima. Wer helfen möchte, kann online spenden oder sonst per Bankeinzug: Mariannhiller Mission IBAN: DE 59 7509 0300 0003 0176 05 – BIC: GENODEF1M05 Aktion: Maxima
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