Maskenpflicht in Dorsten sorgt für Aufsehen und Irritationen

dzCoronavirus

In Dorsten gilt seit dem heutigen Dienstag eine Maskenpflicht in öffentlichen Gebäuden. Das sorgt für Aufsehen in den Medien - und für Irritationen bei Bürgern.

Dorsten

, 21.04.2020, 09:40 Uhr / Lesedauer: 1 min

Dorsten ist eine von bislang zwei Städten in Nordrhein-Westfalen, in denen eine Maskenpflicht beschlossen wurde. Während in Münster ab 27. April Mund und Nase beim Einkauf und im Nahverkehr bedeckt sein müssen, ist der Schutz in Dorsten seit Dienstag (21. April) vorläufig nur in öffentlichen Gebäuden und am Wertstoffhof vorgeschrieben.

Im Rathaus gilt Maskenpflicht für alle

Für die rund 1200 Mitarbeiter der Stadtverwaltung Dorsten gehört die Mund-Nasen-Maske nun zwingend zum Berufsalltag. Viele betraten das Rathaus am Dienstagmorgen bereits mit Mundschutz. Auch im Bürgerbüro, das dem Vernehmen nach in dieser Woche wieder den Betrieb (nach Terminabsprache) aufnehmen soll, ist eine Bedeckung von Mund und Nase bis auf Weiteres Standard.

Bürgermeister Tobias Stockhoff berichtete von zahlreichen Medienanfragen in den letzten Tagen, in denen es auch um die Maskenpflicht ging. Er bestätigte, dass in städtischen Kindertagesstätten die Mund-Nasen-Masken-Pflicht ab Donnerstag (24. April) gilt - allerdings nur für Erwachsene. „Trotz der schrittweisen Lockerungen bleibt der Gesundheitsschutz das oberste Ziel.“

Stockhoff räumt allerdings auch mit einem Irrglauben auf. „Das Rathaus ist keine Verkaufsstelle für Masken.“ Nach der Ankündigung der Stadtverwaltung, dass medizinische Einwegmasken (OP-Masken) zum Preis von 1 Euro pro Stück am Eingang der Verwaltungsgebäude gekauft werden können, wollten zahlreiche Dorstener sich dort mit Masken eindecken - offenbar auch, weil sie preiswerter sind als in Apotheken.

Rathaus ist keine allgemeine Verkaufsstelle

Doch das ist nicht der Plan. „Die Masken sind ausschließlich für Bürger gedacht, die im Rathaus einen Termin haben“, sagte Stadtsprecher Christoph Winkel. Im Laufe dieser Woche wird die Stadtverwaltung Dorsten damit beginnen, den in vielen Bereichen wegen der Corona-Krise angepassten Dienstbetrieb unter strenger Einhaltung der hygienischen Anforderungen nach und nach wieder auf „Normalbetrieb“ umzustellen.

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