LWL tüftelt an Fahrplänen für Schüler

DORSTEN Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe stellt in den Ferien mit viel Fingerspitzengefühl Fahrpläne für behinderte Schüler zusammen.

von Von Michael Klein

, 29.07.2008, 15:19 Uhr / Lesedauer: 1 min
Der Landschaftsverband stellt den Transport der behinderten Schüler zu den Förderschulen sicher.

Der Landschaftsverband stellt den Transport der behinderten Schüler zu den Förderschulen sicher.

Das macht der Schulstandort Dorsten am Beispiel der Raoul-Wallenberg-Schule deutlich: Dort kommen 62 der insgesamt 165 Schülerinnen und Schüler nicht aus dem Kreis Recklinghausen, sondern aus umliegenden Kreisen und Städten wie etwa Bottrop, Borken oder Gelsenkirchen. Mit dem Holen und Bringen hat der Schulträger LWL westfalenweit zur Zeit 223 Unternehmen beauftragt. Neben den Kosten - der LWL gibt jährlich gut 17,3 Mio. Euro dafür aus - spielen Qualitätsmerkmale bei der Personenbeförderung die Hauptrolle. Die eingesetzten Taxen, Kleinbusse oder Spezialfahrzeuge - teils mit Hebebühne, Auffahrschienen oder -rampen für Rollstuhlfahrer oder mit speziellen Gurtsystemen und Kindersitzen ausgestattet - dürfen unter anderem nicht älter als zehn Jahre sein, müssen über ein mobiles Notrufkommunikationsgerät verfügen und unterliegen einer jährlichen TÜV-Untersuchung.

Da es sich teils um mehrfachbehinderte bzw. schwerstbehinderte Kinder und Jugendliche handelt, kommen nur qualifizierte Fahrer in Frage. Sitzen mehr als fünf körperbehinderte Schülerinnen und Schüler im Fahrzeug, fährt eine zusätzliche Begleitperson mit, ebenso in großräumigen Rollstuhltransportern oder wenn ein Kind wegen seiner Behinderung besonderer Aufmerksamkeit bedarf. 

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