Lob und Kritik für den Entwurf des Feldmark-Wappens

Überarbeitung gewünscht

Überwiegende Zustimmung für die Idee, aber Verbesserungs-Vorschläge, was die grafische Umsetzung angeht: Das ist das Fazit unserer Umfrage zu dem Feldmark-Wappen, das der Feldmärker Wolfgang Lange für den Dorstener Stadtteil entworfen hat.

DORSTEN

von Von Michael Klein

, 03.02.2012, 18:33 Uhr / Lesedauer: 1 min

Vor allem an der Darstellung der Kreuze als Symbol für den jüdischen Friedhof stoßen sich Leser: "Auf dem Friedhof gibt es keine Kreuze, die sind nämlich ein christliches Symbol", erklärt zum Beispiel Walter Reiners, der im übrigen dafür ist, dass die Feldmark ein eigenes Wappen bekommt.

"Meines Wissens ist das offizielle Symbol des Judentums der Davidstern", schreibt auch Frank Niggemann. Er hält außerdem das Nebeneinander von Judenfriedhof und abgebildetem "goldenen Eichenblatt" als höchst problematisch: "Das Eichenblatt war seit 1940 Teil des NS-Ordens Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes".

"Ein bisschen überladen"

Walter Reiners meint, dass auf dem Wappen zu viele Details zu sehen sind: "Beim Rhader Wappen ist ja auch nur der gerodete Baum drauf." Auch Hermann Duve hält das Wappen von Wolffang Lange "für ein bisschen überladen": "Zweitens warte ich darauf, dass auch die Altstädter, Hardter und Östricher kommen und ein eigenes Wappen haben wollen."Jürgen Scholz wohnt in der Feldmark und findet das Wappen "klasse". Für einen "solch großen und traditionsreichen Stadtteil ein Wappen zu schaffen", findet auch Johannes Wulf als Grundgedanken gut. Allerdings meint er, dass es anders gestaltet sein könnte und hat uns auch gleich eine spontane Skizze übermittelt. Sein Vorschlag: ."Das Stadtwappen reicht"

Ein Leser mit dem Pseudonym "Dorstener" stellt allerdings die Frage, seit wann die Feldmark ein eigener Stadtteil sei, da diese zur Altstadt gehöre: "Folglich gibt es bereits ein Wappen für die Feldmark: Das Dorstener Stadtwappen - und das ist auch gut so." Allerdings liegt der Leser damit falsch: Wie Manfred Wrobel, Leiter des Dorstener Vermessungsamts, auf Anfrage erklärte, ist die Feldmark natürlich ein offizieller Stadtteil Dorstens.

Auch in Dorstener-Facebook-Gruppen haben Mitglieder ihre Meinung abgegeben. "Finde ich super", erklärt Monika Thimm. Und Jessica Klein aus der Feldmark sagt: "Ob wir ein Wappen benötigen, sei mal dahin gestellt, aber eine nette Idee ist es auf jeden Fall."

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