Lkw vom Dauerparken auf der Pliesterbecker Straße abzuhalten, ist nicht so leicht

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Wiederholtes Dauerparken von Lastwagen auf der Pliesterbecker Straße sehen Anlieger als Unfallrisiko und Ärgernis an. Ein Bewohner hat nun Fotos gemacht und dem Ordnungsamt zugeschickt.

Holsterhausen

, 23.03.2019 / Lesedauer: 3 min

Ein Holsterhausener hat alles richtig gemacht und doch war etwas falsch. Er hat am Montag, 18. März, um 17.13 Uhr eine Mail mit dem Foto eines am Wochenende (15. bis 18. März) verbotswidrig geparkten Lastwagens auf der Pliesterbecker Straße an das Ordnungsamt der Stadt geschickt.

Richtig war die Meldung, weil die Stadt Anlieger dazu ermutigt hat, unzulässige Parkzeiten von Lkw zu dokumentieren und dem Ordnungsamt zur Verfügung zu stellen. Falsch war indes die Tageszeit (Montag, 18.3., 17.11 Uhr), die der Stadtteilbewohner für die Übermittlung seiner Botschaft an die Ordnungshüter gewählt hatte: „Der Hinweis ging erst nach Dienstschluss ein, insofern war hier keine kurzfristige Reaktion mehr möglich“, sagt Pressesprecher Ludger Böhne auf unsere Anfrage.

Lkw parkt wiederholt von freitagsnachmittags bis montagsmorgens

Das Foto zeigt laut Auskunft des Anliegers einen Lastwagen, der wiederholt zwischen freitags- und montagsmorgens an der Pliesterbecker Straße stehen soll. Weil der Lastwagen dort immer wieder parkt, ist das laut Straßenverkehrsordnung Paragraf 12, Absatz 3a, eine Ordnungswidrigkeit. Da die Zeiten, in denen das regelmäßige Parken für Lastwagen zwischen 22 und 6 Uhr sowie an Sonn- und Feiertagen unzulässig ist, außerhalb der Dienstzeiten des Kommunalen Ordnungsdienstes (KOD) liegen, ist eine Überprüfung des Tipps aus der Bürgerschaft durch den KOD freilich schwierig.

„Der KOD führt gelegentlich auch an Sonntagen Kontrollen durch. An diesem Sonntag (17.3.) gab es allerdings keine Einsätze“, sagt Stadtsprecher Ludger Böhne. Ein weiterer Anlieger hatte vor längerer Zeit schon kritisch angemerkt, dass die in Höhe des Schulzentrums an der Pliesterbecker Straße abgestellten Fahrzeuge Unfallrisiken heraufbeschwören. Sie nehmen dem querenden Verkehr die Sicht und verengen die Fahrbahn, weil sie auf der Straße stehen, meinte er.

Polizei sieht erhöhtes Unfallrisiko nicht

Die Unfallrisiken schätzt die Polizei allerdings nicht besonders hoch ein. Seit 2006 habe es dort lediglich zehn Unfälle gegeben, hieß es vonseiten der Polizei. Der Bauausschuss der Stadt hat in seiner jüngsten Sitzung das Thema aufgegriffen und angeregt, dass auf der Pliesterbecker Straße weitere Sperrflächen eingerichtet werden sollen.

Das wird so schnell aber nicht gehen: „Da es sich bei der Pliesterbecker Straße um eine Landesstraße handelt, bedarf es hier einer umfassenden Situationsanalyse und eines Konzepts. Dies ist aus Kapazitätsgründen nicht in kurzer Frist zu schaffen“, so Ludger Böhne.

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