Liebevolle Kleinarbeit an Dampfmaschinen

DORSTEN Der Verein für Bergbau-, Industrie und Sozialgeschichte poliert seit Montag die alten Dampfmaschinen der Zeche auf.

von Von Michael Klein

, 28.07.2008, 19:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Seit Montag malochen Mitglieder des Vereins für Bergbau-, Industrie- und Sozialgeschichte an den beiden Dampfmaschinen auf dem Zechengelände.

Seit Montag malochen Mitglieder des Vereins für Bergbau-, Industrie- und Sozialgeschichte an den beiden Dampfmaschinen auf dem Zechengelände.

Denn die einmaligen Tandem-Zwillings-Fabrikate aus dem Jahre 1912 sollen irgendwann mal wieder für die Öffentlichkeit in Betrieb genommen werden – als Schau-Denkmal. „Wir hoffen, dass sich die Kolben, Zylinder und die Koepescheiben irgendwann mal wieder in Bewegung setzen werden“, sagt Ulrich Wilke. Dann allerdings nicht dampfbetrieben, sondern mit Strom oder Druckluft. Das kostet allerdings eine Menge Geld. Auf rund 250 000 Euro schätzt der Verein die Investitionskosten und sucht nach Sponsoren. Aber auch die Reinigungsaktion geht ins Geld. 800 Euro hat das Wachs gekostet, 500 Euro das Petroleum-Öl. „Das haben wir Vereinsmitglieder aus eigener Tasche aufgebracht“, erzählt Ulrich Wilke.

In drei Schichten arbeiten die Vereinsmitglieder von morgens acht bis abends um 20 Uhr. „Wer will, kann mithelfen“, sagt Regine Schumachers, die die Männerriege tatkräftig unterstützt. Fünf bis sechs Wochen sollen die Arbeiten an der ostwärtigen Maschine dauern, dann ist das grüne Pendant an der Reihe. Ulrich Wilke hebt besonders die gute Zusammenarbeit mit DSK und RAG hervor und appelliert an den kommenden Investor: „Es wäre wichtig, wenn unser Verein auf dem Areal möglichst nah bei der Dampfmaschine ein Domizil bekommen könnte.“ 

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