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Licht in Sicht für zwei „besondere“ Haltestellen in Dorsten

dzMarler Straße

Zum ersten Mal werden in Dorsten zwei Haltestellen beleuchtet - mit Solarlicht. Bei der Premiere bleibt es wohl auch, denn nirgendwo sind die „Umstände“ so wie an dieser Stelle.

Dorsten

, 13.11.2018 / Lesedauer: 2 min

Die Haltestellen Nachbarschulte an der Marler Straße: Autos fahren vorbei, ihre Scheinwerfer leuchten den Unterstand kurz an. Dann ist es wieder dunkel. Hier möchte man eigentlich nicht auf den Bus warten. Aber viele Mitarbeiter von Arvato und dem Postfrachtzentrum im Industriegebiet Dorsten/Marl haben keine Alternative.

Das „soziale Umfeld“ ist kritisch

Doch jetzt ist Licht in Sicht. Zum ersten Mal werden auf Dorstener Stadtgebiet zwei Unterstände mit Solarlicht beleuchtet - was alles andere als selbstverständlich ist. Denn „normalerweise werden innerorts Standorte gewählt, die durch die vorhandene Straßenbeleuchtung ausgeleuchtet werden“, sagt Baurat Holger Lohse. An der Bundesstraße im Grenzgebiet von Dorsten und Marl ist es abends allerdings stockduster, wenn nicht gerade ein Auto vorbeikommt.

Lohse räumt ein, dass Arvato „im Interesse seiner Mitarbeiter auf eine Verbesserung der Aufenthaltsqualität an den Haltestellen“ bestanden hat. In der Vergangenheit gab es bereits Anfragen des Postfrachtzentrums wegen des „kritischen sozialen Umfelds“. Lohse spricht von einer „besonderen Situation“ und meint damit wohl den nicht weit entfernten Straßenstrich.

Licht in Sicht für zwei „besondere“ Haltestellen in Dorsten

Nach Hertener Vorbild sollen auch die beiden Haltestellen „Nachbarschulte“ mit Solarlicht ausgerüstet werden.

Weil es in der Nähe kein Beleuchtungskabel gibt und es bis zur nächsten Stromquelle mehrere hundert Meter sind, gilt nur die Solar-Lösung als praktikabel. So etwas gibt es beispielsweise in Herten. Das Solarpaneel (mindestens 50 Watt) kommt flach aufs Dach und ist kaum zu erkennen, die Lampe wird unters Dach montiert und leuchtet auch die Fahrpläne aus.

Rund 12.000 Euro kosten die Lampen für die Haltestellen in beide Fahrtrichtungen. Der Kreis Recklinghausen hat die Kostenübernahme wegen der „besonderen Situation“ zugesagt.

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