Besucher stehen jeden Tag Schlange am Dorstener Krankenhaus

Coronavirus

1-1-1-1 - so lässt sich das derzeitige Besucherkonzept des St.-Elisabeth-Krankenhauses in wenigen Ziffern zusammenfassen. Das klingt einfach, führt aber zu langen Schlangen vor dem Eingang.

Dorsten

, 13.06.2020, 08:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Jeden Nachmittag bilden sich vor dem Dorstener Krankenhaus Besucherschlangen.

Jeden Nachmittag bilden sich vor dem Dorstener Krankenhaus Besucherschlangen. © Stefan Diebäcker

Seit Mitte Mai gilt die begrenzte Besuchsregelung am St.-Elisabeth-Krankenhaus in Dorsten. Sie besagt: Einmal täglich darf ein Patient von einem einzigen Besucher für eine Stunde besucht werden. Und das auch nur zwischen 15 und 20 Uhr.

Besucher in den späten Nachmittag verlegen

Gerade zu Beginn der Besuchszeit bilden sich nach Angaben von Krankenhaus-Sprecherin Sarah Höchst lange Schlangen an den Eingängen. Die Klinik appelliert deshalb an die Bürger, die Besuche bei Patienten, wenn möglich, in den späten Nachmittag zu verlegen.

Damit die Besucher das Krankenhaus überhaupt betreten dürfen, müssen sie im Vorfeld vom Patienten als Kontaktperson benannt worden sein. „In begründeten Ausnahmefällen kann der Patient auch eine zweite Person benennen“, betont Sarah Höchst. „Zusätzlich müssen die Besucher vorab einen Fragebogen ausfüllen.“

Der ist auf der Startseite des KKRN-Klinikverbundes (www.kkrn.de) hinterlegt und sollte bereits ausgefüllt mitgebracht werden, um Wartezeiten zu verkürzen.

Masken- und Abstandspflicht gilt

„Voraussetzung für den Besuch in unseren Krankenhäusern ist außerdem, dass der Besucher gesund ist und keine Symptome einer Covid-19-Infektion aufweist“, so Dr. Andreas Wiegel, Geschäftsführer der KKRN GmbH. Weiterhin ist es erforderlich, dass er durchgängig eine selbst mitgebrachte Mund-Nase-Bedeckung trägt, einen Abstand von 1,50 Metern einhält und auf die Händehygiene achtet.“

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Trotzdem sollte „auf unnötige Krankenhausbesuche verzichtet“ werden, teilte das St.-Elisabeth-Krankenhaus am Freitag mit. Das schließe vor allem Angehörige von denjenigen Patienten ein, die nur wenige Tage im Krankenhaus stationär behandelt werden.

Unabhängig davon gilt weiterhin das Besuchsverbot für Aufnahme- und Isolierstationen. Ausnahmen in Einzelfällen bedürfen einer Absprache mit dem ärztlichen Personal.

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