Lärm und Müll auf Groß-Parkplatz: Stadt beauftragt Wachschutz-Firma

dzAnwohner-Beschwerden

Ein Park & Ride-Parkplatz in der Innenstadt von Dorsten ist zum Treffpunkt für junge Leute geworden. Sie machen Krach, eine Menge Müll und nerven die Anwohner gewaltig. Die Stadt reagiert.

Dorsten

, 16.07.2020, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Autofahrer, die mit quietschenden Reifen auf dem Parkplatz oder auf dem Weg dorthin Rennen fahren. Jugendliche, teils aus Nachbarstädten, die abends laut Musik hören. Flaschen, Fast-Food-Verpackungsmaterial und anderer Unrat, der nach den Treffen der Parkplatz am Ende eines Wochenendes zurück gelassen wird.

Die Zustände auf dem Park-and-Ride-Parkplatz zwischen dem Media-Markt, dem städtischen Treffpunkt Altstadt und McDonalds-Filiale am Rande der Dorstener Innenstadt sind die Anwohnern seit Jahren ein Dorn im Auge. Gerade in den Abendstunden, gerade an Wochenenden. Das wurde auf der jüngsten Sitzung der Mitte-Konferenz erneut deutlich.

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Doch in den letzten Tagen seien die Versammlungen und die damit zusammenhängenden verbundenen Lärmbelästigungen und Verunreinigungen mit Müll „deutlich zurückgegangen“, erklärt Christoph Winkel, stellvertretender Pressesprecher der Stadt. Denn derzeit behält ein privater Wachschutz dort die Situation im Auge.

Zur Gebäudeüberwachung eingesetzt

Dieser sei eigentlich „zum Objektschutz und zur Überwachung städtischer Gebäude“ eingesetzt - und kümmert sich dabei auch um die derzeitige Treffpunkt-Altstadt-Baustelle. „Praktisch ist deshalb natürlich, dass der Wachschutz dann aufgrund der örtlichen Nähe auch auf dem Parkplatz, der offenbar ein sehr beliebter Treffpunkt ist, nach dem Rechten sehen und in Zeiten der Corona-Krise unerlaubte Versammlungen auflösen und Hinweise an das Ordnungsamt und an die Polizei geben kann“, so Winkel.

Der Park-and-Ride befindet sich unweit der Baustelle des Treffpunkts Altstadt.

Der Park-and-Ride befindet sich unweit der Baustelle des Treffpunkts Altstadt. © Guido Bludau

Der Dorstener Dennis Recksing vom „Revier Wachschutz“ bestreift nun das Gebiet mit seinem Team regelmäßig und spricht auch Jugendliche an, die sich hier in Gruppen aufhalten. „Das geht manchmal sogar so weit, dass es hier aussieht wie auf einem Campingplatz. Da werden Klappstühle und Decken herausgeholt und auch schon mal die Wasserpfeife angesteckt“, berichtet er aus der Erfahrung der letzten Tage.

„Wir weisen freundlich daraufhin, dass entsprechender Lärm hier zu unterlassen ist und vor allem auch der Müll wieder mitgenommen wird“, erklärt Recksing: „Die meisten junge Leute reagieren aber sehr positiv auf unsere Ansprachen und versprechen dann auch gleich, wieder alles einzupacken.“

Zu unterschiedlichen Zeiten

Die Stadt erklärt, dass die Kontrollen an verschiedenen Tagen zu unterschiedlichen Zeiten und Häufigkeiten stattfinden, „so dass immer mit einer Kontrolle gerechnet werden muss.“ Die Kosten für die Stadt halten sich nach Angaben von Christoph Winkel „sehr in Grenzen“: „Der bestehende Auftrag musste nur marginal erweitert werden.“

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