Die Abgabe der Kontaktdaten in Gastronomie und bei Veranstaltungen ist überflüssig, findet unsere Autorin. © Lisa Wissing
Meinung

Längst überfällig: Kontaktverfolgung per Formular oder App fällt weg

Kontaktformulare und Einchecken per App wurden abgeschafft. Somit müssen Gäste bei Veranstaltungen und im Restaurant nicht mehr ihre Daten angeben. Das war sowieso überflüssig, findet unsere Autorin.

Hinsetzen, per QR-Code einchecken, Essen bestellen – dieser kleine Zwischenschritt hat mir den Restaurantbesuch nicht vermiest, das muss ich zugeben. Aber nicht überall ging das so einfach und nicht jeder Gast nahm diese Schutzmaßnahme ernst. So berichteten Gastronomen mir oft von ausgedachten Namen und Adressen.

Zumal das Einchecken öfters fehlschlug und ich dann doch auf den Zettel ausweichen musste. Da blutete mein Öko-Herz das ein oder andere Mal, wenn ich daran dachte, dass dieser Zettel so oder so vernichtet wird. Das machte diese Schutzmaßnahme überflüssig. Die Daten wurden nämlich schlichtweg selten bis nie abgefragt.

Dazu kommt, dass ich meinen Verwandten oder Bekannten, mit denen ich Restaurants oder Veranstaltungen besuche, höchstwahrscheinlich Bescheid gebe, wenn ich selbst einen positiven Schnell- und/oder PCR-Test habe. Wenn nicht mündlich, dann über die Corona-Warn-App. Das geht wahrscheinlich auch schneller als die Nachverfolgung per Zettel, der erst noch zum Gesundheitsamt muss.

Außerdem fallen damit auch den Gastronomen und Veranstaltern eine Menge Arbeit und Formalitäten weg. Deshalb ist es richtig, in Bürokratie-Deutschland Maßnahmen einzustellen, die einfach nicht den gewünschten Effekt erzielt haben.

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