Auch die Polizei soll in der „Kommission zur Förderung der öffentlichen Sicherheit und Sauberkeit" mit dabei sein. © Lensing Media
Kriminalität

Kriminalität: Runder Tisch soll in Dorsten für mehr Sicherheit sorgen

Vandalismus, Überfälle, Schlägereien: Solche Vorkommnisse haben jüngst für eine Diskussion über das „Sicherheitsgefühl“ in Dorsten gesorgt. Nun soll ein „Runder Tisch“ eingerichtet werden.

Grüne und CDU hatten im Vorfeld der jüngsten Ratssitzung einen „Runden Tisch Öffentliche Sicherheit“ beantragt, der sich mit Strategien zur Bekämpfung von Vandalismus und Angsträumen in Dorsten beschäftigt. Die SPD warf daraufhin erneut die Idee eines „Kriminalpräventiven Rates“ in die Diskussion, den ihr Fraktionsvorsitzender Friedhelm Fragemann schon mehrfach gefordert hatte. Nun soll es eine Kompromisslösung geben.

Der Stadtrat beschloss auf seiner Sitzung am Mittwoch (26. August) im Gemeinschaftshaus auf Vorschlag der Stadt eine „Kommission zur Förderung der öffentlichen Sicherheit und Sauberkeit“ zu bilden, der Vertreter aus Politik, Rathaus und Polizei angehören sollen sowie Mitglieder aus dem Seniorenbeirat, dem Integrationsrat und dem Jugendgremium – bei Bedarf weitere beratende Mitglieder, beispielsweise vom Amtsgericht.

Hintergrund der beiden Anträge waren einige Vorkommnisse aus jüngster Zeit (Überfälle, Schlägereien, Vandalismusschäden), die in Dorsten zu einer größeren Diskussion über die Sicherheit in der Stadt geführt haben.

Laut der jüngsten Kriminalitätsstatistik gilt Dorsten zwar als sichere Stadt. Mit ihren Anträgen wollten die Parteien erreichen, dass „die Sorgen der Menschen ernst“ genommen werden (so CDU und Grüne), dass „neuralgische Orte stärker als bisher“ ins Visier geraten (so die SPD).

Die Stadt schlägt vor, dass die „Sicherheits- und Sauberkeitskommission“ im Regelfall vierteljährlich, mindestens jedoch zweimal im Jahr tagen soll. Die Runde soll dafür sorgen, dass das „subjektive Sicherheitsgefühl“ der Bürger erhöht wird, dass sogenannte Angsträume in der Stadt abgebaut werden.

Zudem soll sie die bisherige Ordnungspartnerschaft von Ordnungsamt, Jugendamt und Polizei sowie die gesellschaftliche Verantwortung für das unmittelbare Lebensumfeld fördern und Vandalismus und Umweltverschmutzung bekämpfen.

Daneben gab es noch weitere Anträge, sie alle werden Verwaltung und Politik bald noch näher beschäftigen: „Sicherer Hafen Dorsten“ und „Neues Umweltdezernat in der Verwaltung“ (Grüne), „Hochwasserschutz“ und „Schulwegsicherung“ (CDU) sowie „Cornelia-Funke-Kunstwerke“ (SPD und CDU).

„Fristen anpassen“

Dem Antrag der AfD, dass der Bürgermeister die städtischen Jahresabschlüsse künftig nicht mehr verspätet vorlegen soll, entgegnete der Stadtrat mehrheitlich mit einem von der CDU vorgeschlagenen Beschluss: Die Stadt soll mithilfe des Städte- und Gemeindebundes das Land überzeugen, die Fristen so anzupassen, „dass eine korrekte Einbringung auch faktisch möglich wird“. Denn: Nur ein Bruchteil der Kommunen und Kreise schaffe es, die jetzigen Fristen einzuhalten und das auch nur mit „erheblichem Korrekturbedarf aufgrund von Schätzwerten“.

Über den Autor
Redaktion Dorsten
Geboren 1961 in Dorsten. Hier auch aufgewachsen und zur Schule gegangen. Nach erfolgreich abgebrochenem Studium in Münster und Marburg und lang-jährigem Aufenthalt in der Wahlheimat Bochum nach Dorsten zurückgekehrt. Jazz-Fan mit großem Interesse an kulturellen Themen und an der Stadtentwicklung Dorstens.
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Michael Klein

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