Korte-Ausstellung beendet

DORSTEN "Wenn es um Kunst geht, ist Dorsten unberechenbar." Franz-Josef Stevens, Programmchef des Trägervereins Altes Rathaus, war sichtlich positiv überrascht. 50 Gäste kamen zum Abschluss der Korte-Ausstellung.

von Von Andre Förster

, 07.07.2008, 13:51 Uhr / Lesedauer: 1 min
Wolfgang Schmitz gab ganz persönliche Erinnerungen über Karl Korte und sein Schaffen preis.

Wolfgang Schmitz gab ganz persönliche Erinnerungen über Karl Korte und sein Schaffen preis.

Der ehemalige Kunsterzieher am Gymnasium Petrinum weilt zwar nicht mehr unter den Lebenden, sein Schüler Wolfgang Schmitz, Abiturjahrgang 1955, wusste dafür aber einige Geschichten über den berühmten Künstler zu erzählen. Eigens für den Abschluss der Ausstellung war Schmitz, selbst für sein grafisches Werk vielfach ausgezeichnet, am Sonntag nach Dorsten gekommen.

Und so berichtete Schmitz, dessen Werke im Anschluss an die Korte-Ausstellung im Alten Rathaus zu sehen sein werden, mit eindringlichen Worten von seinem ehemaligen Kunstlehrer. Nie habe "Herr Korte" seine Meisterwerke den Schülern gezeigt, so Schmitz. Immer jedoch sei er darauf bedacht gewesen, seinen Schützlingen eine besondere Sicht auf die Welt zu vermitteln, die in ihrer Schönheit und Wahrheit nicht vereinfacht werden solle.

Der Moderne zuzuordnen 

"Alles sollten wir in seiner Klarheit erfassen, Arbeiten auf Schnelligkeit war nicht erwünscht", so Schmitz, der in seinen Ausführungen auch auf Benjamin, Proust und Goethes Faust einging, um die künstlerische Erfassung der Welt deutlich zu machen. Überdies betonte Schmitz mehrfach, dass Karl Korte trotz vieler Gegenstimmen als Künstler auch der Moderne zuzuordnen sei.

Franz-Josef Stevens, seit über 30 Jahren mit Schmitz befreundet, lobte dessen Auseinandersetzung mit dem großen Karl Korte: "Wolfgang, du hast es geschafft, seine Werke in deine eigene künstlerische Sprache zu übersetzen." Schmitz, der die Werke seines ehemaligen Lehrers während seines Aufenthaltes in Dorsten nachzeichnete, legte die Gründe für seine rein grafische Tätigkeit nahe: "Ich bewundere meine Frau Graziella für ihr malerisches Talent. Aber ich beschränke mich lieber auf das Zeichnen."

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