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Klopperei auf der betrieblichen Weihnachtsfeier hat böse Folgen für einen Dorstener

dzWeihnachtsfeier

Wegen seiner Ausraster auf einer Weihnachtsfeier seiner Firma dürfte ein Dorstener seinen Job verloren haben. Alkoholisiert hatte er einem Kollegen Kopfstöße verpasst und verletzt.

Dorsten

, 31.12.2018 / Lesedauer: 3 min

Dass es auf Weihnachtsfeiern von Unternehmen feucht-fröhlich zugehen kann, wird allgemein akzeptiert. Dass aber ein Mitarbeiter unter Alkoholeinfluss einem Kollegen Kopfstöße verpasst, ist nicht salonfähig.

So wird ein 28-jähriger Dorstener wohl seinen Job bei einer Ahauser Firma los sein, nachdem er am Freitagabend (21. Dezember) ausrastete, Kollegen beschimpfte und einem sogar Kopfstöße verpasste und ihn damit leicht verletzte.

Fristlose Kündigung durch den Arbeitgeber wäre rechtens

Arbeitsrechtler und Rechtsanwalt Björn Wesler von der Dorstener Anwaltssozietät KTH & Partner sagte auf unsere Anfrage: „Ich habe den Fall in der Dorstener Zeitung mit Interesse gelesen. Dieses außerordentliche Verhalten wird meines Erachtens arbeitsrechtliche Folgen für den 28-Jährigen haben.“ Die Tätlichkeiten des Mannes gegenüber dem Kollegen rechtfertigten eine fristlose Kündigung durch den Arbeitgeber, auch ohne vorherige Abmahnung.

Solche Fälle, so der Arbeitsrechtler, seien aber die Ausnahme. „Vor Jahren gab es mal in Düsseldorf einen ähnlich gelagerten Fall. Die Arbeitsgerichte urteilen streng darüber.“

Wie berichtet, hatte die Ahauser Firma in ihrem Unternehmenssitz eine Weihnachtsfeier am 21. Dezember veranstaltet. Im alkoholisierten Zustand stritt der 28-Jährige mit seinen Kollegen herum, wie die Kreispolizeibehörde Borken meldete. Wegen des von ihm inszenierten Krawalls wurde der Mann von der Feier ausgeschlossen.

Nach der Ausnüchterung auf der Polizeiwache nach Hause

Der Platzverweis brachte den 28-Jährigen aber wohl so in Rage, dass er einem Arbeitskollegen Kopfstöße versetzte. Der erlitt leichte Verletzungen. Daraufhin musste die Polizei anrücken. Sie nahm den Mann zur Ausnüchterung mit auf die Wache.

Ob der Dorstener seinen Ausraster bereut, ist nicht bekannt. Laut Auskunft der Polizei habe der 28-Jährige „zur Gefahrenabwehr“ einige Zeit in einer Polizeizelle verbracht und sei am nächsten Morgen nach der Ausnüchterung wieder frei gelassen worden. Seine Reue würde ihm wohl aber auch nichts nützen. Denn die Arbeitsgerichte kennen kein Pardon mit Arbeitnehmern, die handgreiflich werden.

Wer schlägt, der fliegt raus, sagen die Gerichte

Wer schlägt, der fliegt, urteilt das Juristenportal „Hauffe“ und sagt, „die Weihnachtsfeier sei eine betriebliche Veranstaltung, bei der die gleichen Anforderungen an das Verhalten der Arbeitnehmer gelten, die während der normalen Arbeitszeit maßgeblich sind. Selbst gewalttätige Auseinandersetzungen zwischen Arbeitnehmern außerhalb der Arbeitszeit können nach Auffassung vieler Arbeitsgerichte einen Kündigungsgrund darstellen“.

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