Nur ein paar Rohre: An dieser Schnittstelle kommt der grüne Wasserstoff bereits im Marler Chemiepark an. © Jürgen Wolter
Meinung

Klimakrise: Hört auf, Greta anzupöbeln, macht endlich selbst was

Wasserstoff - er soll uns retten. Lobenswert die Bemühungen, der Klimakrise mit alternativen Energien jetzt endlich zu begegnen. Das reicht aber nicht aus, meint unsere Autorin.

„Fuck you Greta“ – diesen bescheuerten Aufkleber habe ich kürzlich am Spritfresser-Pickup eines Mannes beim Tanken in Dorsten entdeckt. Der war sichtlich stolz darauf, öffentlich zu zeigen, was er von Greta Thunbergs Appellen an die Menschheit für den Schutz des Weltklimas hält.

Wen die Weltnachrichten mit ihren erschreckenden Bildern von brennenden Landstrichen und Wasserfluten in Dörfern und Städten nicht berühren, der wird spätestens dann aufgerüttelt, wenn er persönlich von einer Klimakatastrophe heimgesucht wird. Jeder Einzelne von uns muss mitmachen, die erschreckend schnell steigende Erderwärmung abzumildern. So oder so werden wir Blut und Wasser schwitzen, wenn wir weiterhin an Gewohnheiten und Bequemlichkeiten festhalten.

Freuen können wir uns über jeden Beitrag zum Klimaschutz. Dass die Emscher-Lippe-Region auf dem Weg ist, zum Wasserstoffzentrum zu werden, ist begeisternd. 40 Projekte sollen gefördert werden. Die Umrüstung von fossilen Brennstoffen auf Erneuerbare Energie ist gut und richtig und muss schleunigst umgesetzt werden. Dazu braucht es Strom, den Windräder erzeugen. In Dorsten ist noch Platz für weitere Anlagen. Seit fünf Jahren warten Windbauern darauf, dass sie endlich loslegen dürfen. Noch mal fünf Jahre Wartezeit sind fünf zu viel.

Über die Autorin
Redaktion Dorsten
Seit 20 Jahren als Lokalredakteurin in Dorsten tätig. Immer ein offenes Ohr für die Menschen in dieser Stadt, die nicht meine Geburtsstadt ist. Das ist Essen. Ehefrau, dreifache Mutter, zweifache Oma. Konfliktfähig und meinungsfreudig. Wichtige Kriterien für meine Arbeit als Lokalreporterin. Das kommt nicht immer gut an. Muss es auch nicht. Die Leser und ihre Anliegen sind mir wichtig.
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Claudia Engel

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