Eine Hand greift in Dresden nach einer Geldbörse in einer Damenhandtasche (Symbolbild) . © picture alliance / dpa
Kriminalität

Klau-Serie: Armbänder, Geldbörsen, Halskettchen und Handtaschen weg

Diebe machen seit ein paar Tagen verstärkt die Dorstener Fußgängerzone unsicher. In Geschäften werden Handtaschen und Geldbösen gestohlen, wohl zwei Frauen klauen Senioren Schmuck und Geld.

In der Vorweihnachtszeit sind normalerweise viele Passanten in den Fußgängerzonen unterwegs, für Diebe seit jeher die Hauptsaison für ihre kriminelle Machenschaften. Da aber in den größeren Innenstädten wegen der Coronakrise in diesem Jahr weniger Leute einkaufen, keine Weihnachtsmärkte stattfinden und die Täter deshalb dort keine Beute machen können, weichen diese in andere Städte aus und sorgen dort für Diebstahlsserien – wie derzeit wohl auch in Dorsten.

Seniorin verfolgt

So sind augenblicklich nach Angaben von Lesern der Dorstener Zeitung zwei junge Frauen unterwegs, die bereits einige Senioren bestohlen haben sollen. Eine 90-jährige Dorstenerin wurde demnach am Samstagnachmittag (22. November) am Essener Tor von zwei Frauen mit ausländischem Akzent (eventuell Geschwister, ungefähr 20 bis 25 Jahre alt) bis zum Westwall verfolgt.

Die jungen Frauen fragten die Seniorin immer wieder nach dem Weg. Dabei berührten sie die 90-Jährige mehrfach am Arm. Die Seniorin blieb schließlich stehen, um den Weg zu erklären, und setzte ihren Weg zum Seniorenzentrum St. Elisabeth fort. Dort angekommen, bemerkte sie, dass ihr Goldarmband verschwunden war.

Auch in der Recklinghäuser Straße wurde eine Seniorin Opfer eines dreisten Halsband-Diebstahl.
Auch in der Recklinghäuser Straße wurde eine Seniorin Opfer eines dreisten Halskettchen-Diebstahls. © Michael Klein © Michael Klein

Auch Mitarbeiter des Dorstener Ordnungsamtes, die derzeit in der Innenstadt die Einhaltung der Corona-Vorschriften kontrollieren, sind auf ähnliche Vorfälle angesprochen worden. „Mindestens drei-, viermal in dieser Woche“, heißt es.

Halskettchen entrissen

Auch am Freitag (27.11.) seien wieder zwei junge Frauen „mit südländischem Aussehen“, die nach dem Weg fragten, als Tatverdächtige beschrieben worden. In der Nähe eines Altenheims erleichterten sie ein Opfer um dessen Portemonnaie, vor einem Ladenlokal in der Recklinghäuser Straße entrissen sie einer Seniorin deren goldenes Halskettchen.

Anzeigen zu diesen genannten Fällen seien zwar bei der Polizeiwache in Dorsten noch nicht eingegangen, sagt Ramona Hörst von der Pressestelle der Kreispolizei in Recklinghausen. Allerdings habe es in den vergangenen Tagen immer wieder Strafanzeigen von Diebstahlsopfern gegeben, denen in unterschiedlichen Geschäften der Innenstadt Taschen und Portemonnaies entwendet worden seien. In zwei Fällen seien anschließend in den Geschäftsräumen leere Portemonnaies von den Ladeninhabern gefunden worden.

„Sofort zur Wache gehen“

Fast täglich habe es dabei „alle Varianten der Taschendiebe-Tricks“ gegeben, so Ramona Hörst. Die Polizei rät bisherigen und potenziellen weiteren Diebstahlsopfern, „auf jeden Fall sofort Anzeige zu erstatten“ und möglichst auch Täterbeschreibungen zu geben. Ansonsten gelte: Möglichst Abstand halten, „nicht nur aus Schutz vor Corona, sondern auch vor Kriminellen“.

Über den Autor
Redaktion Dorsten
Geboren 1961 in Dorsten. Hier auch aufgewachsen und zur Schule gegangen. Nach erfolgreich abgebrochenem Studium in Münster und Marburg und lang-jährigem Aufenthalt in der Wahlheimat Bochum nach Dorsten zurückgekehrt. Jazz-Fan mit großem Interesse an kulturellen Themen und an der Stadtentwicklung Dorstens.
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Michael Klein

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