Fünf der altersschwachen Kirschbäume am Alten Postweg werden nächste Woche gefällt und durch neue Exemplare der gleichen Art ersetzt. Der Alten Postweg wird dadurch zur Einbahnstraße und immer mal wieder gesperrt. © Michael Klein
Baumfällaktion

Kirschbäume gefällt und ersetzt: Allee wird zehn Wochen zur Baustelle

Weil fünf stattliche Kirschbäume an einer Allee in der Altstadt von Dorsten „ausgetauscht“ werden, wird sie zehn Wochen lang zur Einbahnstraße. Auch Parken ist in dieser Zeit nicht erlaubt.

Kaum eine geplante Baumfällaktion hatte bislang in Dorsten im Vorfeld so viel Bürger-Unmut hervorgerufen wie diese. Weil einige Bäume dort altersschwach sind, wollte die Stadt die immer im Frühjahr wunderschön blühende Zier-Kirschbaum-Allee am Alten Postweg komplett durch eine schmalere Kirschbaumbaum-Variante ersetzen lassen. Nach langem Hin und Her sprach die Politik schließlich ein Machtwort – und entschied sich für einen Kompromissvorschlag der CDU.

Der wird nun ab der kommenden Woche (ab 22. Februar) umgesetzt, teilt die Stadt mit. Dafür werden in der Straße „Alter Postweg“ die fünf Kirschbäume gefällt, die aus Altersgründen schwer angeschlagen sind. Diese Bäume werden „in gleicher Sorte (Kanzan), Anzahl sowie angemessener Qualität ersetzt“, so die Stadt.

Zahl der Bäume erhöht sich

Die anderen elf bisherigen Kirschbäume an dem Standort bleiben stehen. Zudem werden weitere zehn weitere Kirschbäume zwischen Gahlener Straße und Katharinenstraße gepflanzt.

„Die neuen Baumstandorte erhalten große und weite Baumscheiben, damit die Qualität der Bäume möglichst lange erhalten bleibt“, so die Stadt. Im Vorfeld seien mit Vertretern der Nachbarschaft die zu fällenden sowie die neu zu pflanzenden Bäumen markiert worden.

Arbeiten dauern zehn Wochen

Für die Dauer der umfangreichen und zehn Wochen andauernden Arbeiten kommen auf die Anwohner und den Durchgangsverkehr Parkverbote und zeitweise auch Straßensperrungen zu. Der Alte Postweg wird während der Bauzeit von der Gahlener Straße in Richtung Katharinenstraße als Einbahnstraße geführt.

Zur Kirschblüte ist der Alte Postweg eine der schönsten Alleen in Dorsten.
Zur Kirschblüte ist der Alte Postweg eine der schönsten Alleen in Dorsten. © Privat © Privat

Die Arbeiten werden in zwei Bauabschnitten durchgeführt: Der erste Bauabschnitt verläuft von der Gahlener Straße bis zur Hausnummer 14, der zweite Bauabschnitt geht von Hausnummer 14 bis zur Katharinenstraße. In den Bauabschnitten werden die Gehwege wechselseitig bearbeitet. Parken ist während der Bauzeit in den einzelnen Bauabschnitten nicht möglich.

Anlieger beteiligen sich

Der mit den Anliegern vereinbarte Kompromiss sieht vor, dass die Allgemeinheit durch den erhöhten Pflegeaufwand des bestehenden Baumbestandes nicht belastet werden darf, übersteigende Kosten werden vertraglich von den Grundstückseigentümern übernommen.

Die „Neuordnung“ der Kirschbaumallee gehört zum „Wir machen Mitte“-Projekt „Optimierung des Schölzbachtals“, dessen Kosten (3 Mio. Euro) aus Landes-, Bundes- und EU-Mitteln gefördert werden. Nachdem die bereits begonnenen Arbeiten im Finkennest am Kanal weiter voranschreiten, beginnen im Sommer die die Arbeiten im zweiten Bauabschnitt, unter anderem mit dem Wink’s-Mühlen-Park und dem Klimawäldchen.

Das Stadtteilbüro „Wir machen Mitte“ ist für alle Fragen rund um die Baumaßnahmen ansprechbar unter Tel. 02362/2140540.

  • Um den zweiten Bauabschnitt für den Baubeginn vorzubereiten, werden am Wink’s-Mühlen-Park, an der Platzfläche an der Kirchhellener Allee, dem Klimawäldchen, an der dem Bach zugewandte Seite der Straße „Goldbrink“ sowie am Regenrückhaltebecken am Jahnplatz in der letzten Februarwoche notwendige Rodungsarbeiten vorgenommen.
  • Im Zuge der Fällarbeiten sind Einschränkungen in Form von Wegesperrungen für den Fuß- und Radverkehr und Lärmemissionen möglich. Die Stadt bittet um gegenseitige Rücksichtnahme, wenn es zu Beeinträchtigungen kommt. Die bauvorbereitenden Arbeiten werden kurzfristig beginnen und bis Ende Februar abgeschlossen sein.
Über den Autor
Redaktion Dorsten
Geboren 1961 in Dorsten. Hier auch aufgewachsen und zur Schule gegangen. Nach erfolgreich abgebrochenem Studium in Münster und Marburg und lang-jährigem Aufenthalt in der Wahlheimat Bochum nach Dorsten zurückgekehrt. Jazz-Fan mit großem Interesse an kulturellen Themen und an der Stadtentwicklung Dorstens.
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Michael Klein

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