Vermutlich Kinder zündelten in altem Bahnwaggon in Dorsten

Schwelbrand

Ein Schwelbrand in einem alten Bahnwaggon auf dem ehemaligen Zechengelände in Dorsten beschäftigte die Feuerwehr. Zeugen sahen, dass vor Ausbruch des Brandes Kinder dort wegliefen.

Dorsten

, 27.12.2018 / Lesedauer: 2 min
Vermutlich Kinder zündelten in altem Bahnwaggon in Dorsten

Vermutlich haben Kinder in dem Waggon am Kreisverkehr auf dem ehemaligen Zechengelände gezündelt. © Guido Bludau

Ein Schwelbrand in einem alten Bahnwaggon auf dem ehemaligen Zechengelände Fürst Leopold beschäftigte am Donnerstag (27. Dezember) die Dorstener Feuerwehr. Gegen 11.30 Uhr wurden die hauptamtliche Wache und zwei freiwillige Löschzüge zur Fürst-Leopold-Allee alarmiert. Vor Ort stellten die Einsatzkräfte eine starke Rauchentwicklung aus dem Inneren des Waggons fest. Ein Angriffstrupp, der mit Atemschutz ausgerüstet war, löschte den Brand ab.

Vermutlich waren es Kinder oder Jugendliche, die im Inneren des Waggons gezündelt hatten. Ein Augenzeuge sah nämlich mehrere Heranwachsende weglaufen, nachdem Rauch aus dem Gefährt nach außen gedrungen war. Die Feuerwehrleute entdeckten, dass im Waggon selbst eine Art Unterschlupf gebaut worden war. Im Inneren brannten mehrere Holzpaletten und Müll. Brandstiftung, ob ungewollt oder vorsätzlich, ist wahrscheinlich. Für die Dauer der Löscharbeiten war die Fürst-Leopold-Allee für den Verkehr gesperrt. Personen kamen bei dem Brand nicht zu Schaden, es entstand aber Sachschaden.

Der Waggon steht am Kreisverkehr zur Wienbecke nahe des Begegnungszentrums „Das Leo“. Davor hatte er mehr als zwei Jahre lang seinen Standort auf dem Grundstück des Fürst-Leopold-Areals zwischen dem Ex-Trafogebäude und der Maschinenhalle gehabt. Dort war er aber nicht erlaubt, da er rechtlich gesehen als „bauliche Anlage“ gilt, außerdem war er der Stiftung für Industrie- und Denkmalpflege ein „ästhetischer Dorn“ im Auge. Nach einer Ordnungsverfügung durch die Stadt wurde er schließlich zum Kreisverkehr umgesetzt.

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