Keine BiK-Reihe mehr - doch neue Pläne und Filme mit viel Musik

dzCentral-Kino

Jahrzehntelang war die Abkürzung „BiK“ in Dorsten ein Siegel für anspruchsvolle Kinofilme. Nun ist die Mittwochs-Reihe eingestellt. Doch es gibt neue Pläne - und einen Filmmusik-Schwerpunkt.

Dorsten

, 20.10.2020, 14:15 Uhr / Lesedauer: 2 min

BiK - diese drei Buchstaben bedeuteten drei Jahrzehnte lang ein cineastisches Gütesiegel in Dorsten. Denn unter dieser Abkürzung liefen regelmäßig anspruchsvolle Filme im Central-Kino an der Borkener Straße 137. Leinwandwerke, die es im normalen Kino-Programm einer Mittelstadt wie Dorsten schwer gehabt hätten. Zehntausende Besucher insgesamt haben seitdem Mittwoch für Mittwoch die BiK-Filme gesehen.

„Arthouse haben es schwer“

Doch still und leise ist die Reihe eingeschlafen. Nach der Kino-Wiedereröffnung im Juli nach dem langen Corona-Lockdown fanden zunächst keine BiK-Termine mehr statt - und dabei bleibt es auch. „Wir hatten schon vorher festgestellt, dass es die so genannten Arthouse-Filme immer schwerer in Dorsten gehabt haben“, erklärt Stephan Zabka, der PR-Mann des Kinos.

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BiK - diese drei Buchstaben bedeuteten zunächst „Bürgerinitiative Kino“. Denn anfangs hatte eine Initiative von Filmfreunden dafür gesorgt, dass sie auch in Dorsten mit gutem Film-Stoff versorgt wurden. Später bedeuteten die drei Buchstaben BiK: „Besonderes im Kino“. Ein treffender Name für das, was auf der Leinwand geboten wurde.

Neuer Kooperationspartner

Stephan Zabka kündigt jedoch an, dass ab nächstem Jahr eine ähnliche Reihe etwas abseits des Mainstreams unter neuem Label geplant ist. Auch jeweils mittwochs soll dieses neue Angebot laufen. „Dann allerdings mit einem Kooperations-Partner, mit dem wir in guten Gesprächen stehen“, sagt Zabka.

Wer dies ist, wollte er noch nicht verraten.

Stephan Zabka ist übrigens in seiner Heimatstadt selbst „Programm-Partner“ eines Kinos: Im Auftrag der Stadt Gelsenkirchen organisiert er im Kino „Schauburg“ in Buer die Reihe „KoKi“ (Kommunales Kino).

Bis das neue Label installiert ist, gibt es zunächst probeweise am Mittwochabend eine neue Programmschiene, die sich an ein jüngeres und jung gebliebenes Publikum richtet. „Cinema goes music“, heißt der Schwerpunkt, gezeigt werden Musikfilme vor allem aus dem Pop- und Rockbereich. „Damit wollen wir den Musikfans auch einen Ausgleich für die Konzerterlebnisse bieten, auf die sie schon so so lange verzichten müssen“, so Zabka.

Seit vergangener Woche (gestartet wurde mit der Amy-Winehouse-Doku) präsentiert das Central-Kino-Center jeweils mittwochs um 20 Uhr die neue Reihe, in der Musik-Filme und -Dokumentationen zu sehen sind. Die nächsten Termine: 21.10.: A star is born (mit Lady Gaga), 28.10: Straight outta Compton, 4.11.: Bohemian Rhapsody, 11.11.: Lindenberg! Mach Dein Ding.

Vier weitere Termine

Anschließend sind - die nötige Publikumsresonanz vorausgesetzt - der Hip-Hop-Film „We always lost Bochum“, „Control“, „The Beatles“ und der Oscar-Gewinner „Whiplash“ zu sehen.

Das reguläre Filmprogramm, weitere Sonderveranstaltungen und die Filmreihen wie Kino-Cafe oder „Kirche und Kino“ sowie die Coronaschutz-Bedingungen finden sich auf der Central-Website www.central-dorsten.de .
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