Projekt wird gefördert

„Jüdischer Kultursommer“ gibt künstlerischem Nachwuchs eine Chance

Das Dorstener Museum plant einen „Jüdischen Kultursommer“, der vor allem Nachwuchskünstlern eine Bühne bieten will. Dafür gibt es einen Zuschuss von der LWL-Kulturstiftung.
Das Jüdische Museum plant eine Veranstaltungsreihe für jüdische Nachwuchskünstler. © Foto: Rüdiger Eggert

Mit 10.900 Euro unterstützt die Kulturstiftung des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe die Veranstaltungsreihe „Jüdischer Kultursommer“ des Vereins für Jüdische Geschichte und Religion in Dorsten, Trägerverein des Jüdischen Museums Westfalen. Die Stiftung vergibt mehr als eine Million Euro an 25 Kulturprojekte in Westfalen-Lippe.

Das Projekt ist ein Beitrag zum bundesweiten Festjahr „#2021JLID – Jüdisches Leben in Deutschland“. Seit 1.700 Jahren leben Jüdinnen und Juden nachweislich auf dem Gebiet des heutigen Deutschlands. Das Festjahr ist der Anlass für die LWL-Kulturstiftung für einen entsprechenden Förderschwerpunkt.

LWL und seine Kulturstiftung loben das Dorstener Haus

Dr. Georg Lunemann, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der LWL-Kulturstiftung und Erster Landesrat und Kämmerer des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL): „Das Jüdische Museum Westfalen in Dorsten ist in unserer Region das einzige Haus mit diesem thematischen Schwerpunkt. Sowohl der LWL als auch die LWL-Kulturstiftung unterstützen das Museum seit langer Zeit, und es ist – nicht nur mit Blick auf das Themenjahr – ein bedeutender Akteur unserer vielfältigen Kulturlandschaft.“

Im Rahmen der für den Sommer 2021 geplanten Veranstaltungsreihe sollen das vielfältige Kulturschaffen in Deutschland sowie die künstlerische Beschäftigung mit der jüdischen Geschichte und Kultur der Region Westfalen-Lippe sichtbar werden. Das Jüdische Museum Westfalen legt einen Schwerpunkt auf das Engagement von jüdischen Nachwuchskünstlerinnen und -künstlern.

Die Reihe soll traditionellere Kunstformen wie auch innovative und popkulturelle Veranstaltungen wie Poetry Slam, Comedy und digitale Projekte umfassen. Geplant ist auch eine Fotoausstellung über die Entwicklung der jüdischen Gemeinde.

Museum will jüdischen Nachwuchskünstlern eine Bühne bieten

Wie Museumsleiterin Dr. Kathrin Pieren auf Anfrage mitteilt, läuft zurzeit die Ausschreibung, die jüdische Nachwuchskünstler dazu bewegen soll, Projekte einzureichen. „Wir werden Mitte März diese Bewerbungen ausgewertet und ein erstes Programm zusammengestellt haben.“ Sie geht davon aus, dass noch ein paar weitere Veranstaltungen hinzukommen, die vom Nachwuchs bestritten werden. Ende April soll das Programm stehen.

Die LWL-Stiftung hat auch Projekte in Dorstens Nachbarstädten für förderungswürdig erachtet. Im Kreis Borken zum Beispiel legt der Förderkreis Alte Synagoge Epe eine Konzertreihe „Nicht nur Klezmer – Vielfalt erleben“ auf. Im Gelsenkirchener Kulturraum „die flora“ soll es eine Kammerkonzertreihe „Wie sich die Zeit verzweigt“ geben.

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