„Du für Dorsten“ wirbt bei Migranten um Eintritt in Dorstener Vereine

dzIntegration von Migranten

Eine Initiative in Dorsten treibt die Integration von Menschen mit Migrationshintergrund voran. „Du für Dorsten“ macht ihnen das Vereinsleben schmackhaft - damit sie schnell heimisch werden.

Dorsten

, 20.07.2020, 13:20 Uhr / Lesedauer: 2 min

Christin Niedballa und Ruth Sander leiten das Projekt „Du für Dorsten“. Die Sozialpädagoginnen sind beim Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) zuständig für die Flüchtlingshilfe und Integration.

Christin Niedballa von "Du für Dorsten"

Christin Niedballa von „Du für Dorsten“ © privat

Ruth Sander von „Du für Dorsten“

Ruth Sander von „Du für Dorsten“ © privat

Dank einer Förderung des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF) können die beiden nun drei Jahre lang in Dorsten eine konzertierte Aktion starten, um Menschen mit Migrationshintergrund für die Teilhabe am Stadtleben zu begeistern: „Sie sollen in Vereinen aktiv mitarbeiten“, sagt Niedballa auf Anfrage. Ziel sei es, dass die Zugewanderten sich ehrenamtlich engagieren, über Vereine Kontakte zu hier lebenden Menschen bekommen und somit der Integrationsprozess begleitet und beschleunigt wird.

Eingebettet ins dichte Dorstener Hilfsnetzwerk

„Du für Dorsten“ ist eingebettet in das dichte Dorstener Hilfsnetzwerk für Flüchtlinge und Zugewanderte. Wobei die Initiative des Arbeiter-Samariter-Bundes nicht die klassische Flüchtlingsarbeit macht. Dafür ist die Caritas zuständig.

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„Wir sind schon verschiedentlich über unsere Social-Media-Kanäle bei Instagram oder Facebook von Ratsuchenden angesprochen worden, die einen Deutschkurs besuchen möchten oder eine klassische Beratung bzw. Arbeit suchen“, so Niedballa. Dafür seien sie nicht die richtige Adresse.

Denn „Du für Dorsten“ konzentriert sich auf die Beratung von Menschen, die Anschluss an die städtische Gesellschaft in Dorsten suchen. Dabei werden gezielt Migranten angesprochen, die schon langjährig in unserer Stadt leben. „Wir wollen auch mit den Spätaussiedlern ins Gespräch kommen“, sagt Christin Niedballa. Wie Vereine Integration leisten können, darüber wird zu reden sein.

Vereinsleben ist was typisch Deutsches

Vereinsleben gibt es nämlich längst nicht in allen Ländern der Welt. Deshalb leisten die beiden Sozialpädagoginnen Grundlagenarbeit, wenn sie erst einmal das Prinzip und System der deutschen Vereinswelt im Gespräch vorstellen werden. Was kann ein Verein, wie kann man sich selbst ehrenamtlich einbringen und was bringt mir mein Einsatz? Das sind Fragen, auf die „Du für Dorsten“ Antworten geben möchte. Einen ersten Eindruck von Beispielen gelungener Integration können sich Interessierte über die Adressen von „Du für Dorsten“ auf Instagram oder Facebook verschaffen.

Zum Auftakt gibt es ein Beratungscafe

Zum Auftakt lädt die Initiative alle Interessierten in das Beratungscafe an der Bochumer Straße 53 am 26. August (Mittwoch) von 14 bis 18 Uhr ein. „Wir sind aber auch per Mail und telefonisch für Fragesteller da“, sagt Christin Niedballa: Tel. (02365) 20 777 21 oder Mail .

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