Der Mobilitäts-Entwicklungsplan soll die unterschiedlichsten Bereiche vernetzen: von E-Ladestationen über Radangebote bis hin zum Öffentlichen Personennahverkehr. © Westnews-Grafik: Klose
Verkehr

Ins lang erwartete Mobilitätskonzept soll bald Bewegung kommen

Einen Verkehrsentwicklungsplan für Dorsten hatte die Politik auf den Weg gebracht - das ist allerdings schon zwei Jahre her. Jetzt hat die Stadt einen ersten ungefähren Fahrplan vorgelegt.

Bereits vor mehr als zwei Jahren hatte die SPD einen „Verkehrs- und Mobilitätsplan für Dorsten“ eingefordert, drei Monate später beschloss der Dorstener Stadtrat auf Antrag der seinerzeitigen Mehrheitsfraktionen CDU und FDP, einen städtischen Verkehrsentwicklungsplan für die Zeit bis 2035 aufzustellen. Passiert ist seitdem wenig.

Doch jetzt will die Stadtverwaltung Bewegung in die Sache bringen. Ein vorbereitender Schritt wird eine Befragung von Dorstener Haushalten Ende August/Anfang September sein.

Haushaltsbefragung

Die sollte laut Angaben der Verwaltung bereits im Mai stattfinden, wurde aber wegen der Corona-Einschränkungen verschoben. Durch die Umfrage soll festgestellt werden, welche Verkehrsmittel (Bus, Bahn, Auto, Rad etc.) die Dorstener hauptsächlich nutzen.

Wie es mit dem für Dorsten geplanten „Mobilitätsentwicklungsplan“ weitergehen soll, hat die Stadtverwaltung in einem Statusbericht für die erste Sitzung der „Ratskommission Nachhaltige Mobilität“ (Montag, 28. Juni, Großer Sitzungsaal des Dorstener Rathauses) bekannt gegeben.

Öffentlichkeitsbeteiligung

Vor dem endgültigen Grundsatzpapier sollen Politik, unterschiedliche Akteure und die Öffentlichkeit ins Boot geholt werden in Form einer zentralen Auftaktveranstaltung, Workshops, Arbeitsgruppen, Online-Beteiligung.

Beim Aktionstag
Beim Aktionstag „Parking Day“ machte der ADFC Dorsten im Vorjahr auf asphaltierte Flächen, die für Autos reserviert sind, aufmerksam. © Lydia Heuser (A) © Lydia Heuser (A)

Da die Verkehrsabteilung im Rathaus allein schon aus personellen Gründen nicht in der Lage sei, „eine komplexe Ausarbeitung des Mobilitätsentwicklungsplanes zu ermöglichen“, soll ein externes Planungsbüro dies übernehmen. Eine „beschränkte Ausschreibung“ wird derzeit vorbereitet, heißt es. Sie solle schnellstmöglich veröffentlicht werden, „damit die Bearbeitung noch in diesem Jahr starten kann“.

Die Stadt erklärt, dass sich die Mobilitätsbedürfnisse der Bürger deutlich gewandelt hätten. „Es geht nicht mehr darum, wie man schnellstmöglich von A nach B kommt, es soll auch klimafreundlich, intermodal und benutzerfreundlich sein.“

Das geplante Konzept soll keine isolierten planerischen Aussagen zu den unterschiedlichen Verkehrsmitteln und Stadtteilen treffen, sondern vernetzte und zukunftsorientierte Antworten geben.

Um dies vorzubereiten und alle Belange moderner Verkehrspolitik zu berücksichtigen, mussten auch innerhalb der Verwaltung neue Informations- und Wissensprozesse angestoßen werden.

„Überzeugende Gespräche“

Hilfreich seien dabei vor allem sehr überzeugende Gespräche mit einer Arbeitsgemeinschaft gewesen, die sich auf eine integrierte Verkehrs- und Mobilitätsplanung spezialisiert habe, heißt es seitens der Stadt. Zudem habe man sich mit Fachplanern anderer Kommunen ausgetauscht, die bereits solche Mobilitätspläne erstelle haben beziehungsweise dies gerade tun.

Über den Autor
Redaktion Dorsten
Geboren 1961 in Dorsten. Hier auch aufgewachsen und zur Schule gegangen. Nach erfolgreich abgebrochenem Studium in Münster und Marburg und lang-jährigem Aufenthalt in der Wahlheimat Bochum nach Dorsten zurückgekehrt. Jazz-Fan mit großem Interesse an kulturellen Themen und an der Stadtentwicklung Dorstens.
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Michael Klein

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