Innenstadt-Ziele in Dorsten sollen für Fußgänger ganz neu ausgeschildert werden

Orientierungsschilder

Damit Besucher der Innenstadt sich besser orientieren können, plant die Stadt ein neues Fußwege-Ausschilderungssystem. Ob es auch auf andere Stadtteile übertragen wird, hängt aber am Geld.

Dorsten

, 02.02.2019 / Lesedauer: 3 min
Innenstadt-Ziele in Dorsten sollen für Fußgänger ganz neu ausgeschildert werden

Die derzeitigen blau-weißen Hinweisschilder in der Dorstener Innenstadt haben bald ausgedient. © Michael Klein

Das millionenschwere Stadtumbauprogramm „Wir machen Mitte - Dorsten 2020“ sorgt für neu zu entdeckende Sehenswürdigkeiten in der Stadt: Das Bahnhofsgebäude wird zum Bürgerbahnhof umgebaut, der Treffpunkt Altstadt wird Begegnungsstätte für unterschiedliche Generationen, das angejahrte Freizeitgelände Maria Lindenhof wird zum wachgeküssten Stadtkrone-Bürgerpark, um nur einige der rund 30 Bauprojekte zu nennen. Diese und weitere innerstädtische Ziele sollen demnächst für Fußgänger neu ausgeschildert werden - in einheitlichem Design.

Neue Routen sind geplant

Schilder geben Orientierung, vor allem auswärtigen Besuchern. Doch auch die Dorstener, die sich in der Stadt eigentlich gut auskennen sollten, dürften von den neuen Wegweisern profitieren. „Denn wir bauen ja als Wir-machen-Mitte-Projekte auch ganz neue Wege in der Stadt, wie die Schölzbachroute und die Fitnessrouten“, erklärte Bernd Lehmann vom Dorstener Planungsamt in dieser Woche im Umwelt- und Planungsausschuss. Die Politiker gaben fast geschlossen grünes Licht dafür, dass die Stadt nun bei fünf Grafik-Büros Ideen-Vorschläge und finanzielle Angebote einholt. 6400 Euro an Landes-Fördermitteln stehen dafür zur Verfügung, 1600 Euro muss die Stadt aus dem eigenen Etat bestreiten.

Eine Komplett-Lösung ist gefragt

Die Büros sollen eine Komplett-Lösung erarbeiten. Dazu gehört ein Farbkonzept, eine einheitliche Bildsprache mit Piktogrammen, die Auswahl einer Schrift (inklusive Angaben der Gehminuten zu den jeweiligen Zielen) und die Einarbeitung der Logos der jeweiligen Ziele (beispielsweise vom Treffpunkt Altstadt). Auch Übersichtskarten des Stadtgebietes, auf denen die wichtigsten Ziele eingezeichnet sind und das den aktuellen Standort des Betrachters zu dessen allgemeinen Orientierung zeigt, sind Teil der ersten Aufgabenstellung.

Blau-weiße Schilder müssen weichen

Während das Aussehen von Radhinweisschildern landesweit vorgegeben ist, können laut Bernd Lehmann Städte die Optik von Fußwegweisern selbst bestimmen. Die neuen Schilder werden die blau-weißen Orientierungsschilder ablösen, die sich derzeit in der Fußgängerzone und an den Stadteingängen befinden. „Bei deren Design haben wir uns damals an den rot-weißen Radwegweisern des Landes orientiert“, erklärte Bernd Lehmann.

Sobald der Findungsprozess für das neue „Corporate Design“ abgeschlossen ist, kann laut Stadt mit der Herstellung der künftigen Schilder begonnen werden. Die Schilder, die innerhalb des Planungsgebiets von „Wir machen Mitte“ aufgehängt werden, könnten mit Unterstützung von Landesfördermitteln finanziert werden. Nicht eingerechnet sind dabei die Kosten für die Pflege und die nötige Instandsetzung von Schildern, die die Stadt anschließend zu tragen hätte.

Politik hat Wünsche

Vonseiten der Politik wurde der Wunsch laut, dass auch in anderen Dorstener Stadtteilen diese einheitlichen Wegweiser installiert werden. Diesem Vorschlag zeigte sich die Stadt nicht abgeneigt. Allerdings müsse über deren Finanzierung separat entschieden werden. Womöglich müsste die Stadtteile da Sponsoren mit ins Boot holen. Denn außerhalb des Stadterneuerungsgebiets stünden derzeit nämlich keine Mittel im städtischen Etat für neue Fußwegschilder zur Verfügung.

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