Auch bei vollständig Geimpften bleibt ein Restrisiko für eine Infektion mit dem Coronavirus. (Symbolbild) © dpa
Coronavirus

Infiziert trotz Impfung: Auch in Dorsten gab es schon Impfdurchbrüche

Mehr als 300.000 Personen im Kreis Recklinghausen sind vollständig geimpft. Einige wenige infizieren sich dennoch mit dem Coronavirus. Auch in Dorsten gab es schon Impfdurchbrüche.

Auch vollständig geimpfte Personen können in seltenen Fällen an Covid-19 erkranken. In Dorsten hat es seit Beginn der Corona-Impfungen Ende Dezember zwölf sogenannte Impfdurchbrüche gegeben. Im gesamten Kreisgebiet wurden 125 Impfdurchbrüche registriert (Stand 3.8.). Bei rund 320.000 vollständig geimpften Personen entspricht das einem Anteil von rund 0,04 Prozent.

„Einen hundertprozentigen Schutz gibt es nicht“, sagt Kreissprecherin Svenja Küchmeister. Impfdurchbrüche seien deshalb keine Überraschung. Ein Restrisiko bleibe immer. Darauf haben auch schon Studien bei der Zulassung der Impfstoffe verwiesen.

Auffrischungsimpfung soll kommen

Auch ist weiterhin nicht klar, wie lange der Impfschutz anhält. In Israel erhalten Risikogruppen bereits Auffrischungsimpfungen. Ab September sollen ältere Menschen und Personen mit Vorerkrankungen auch hierzulande eine dritte Corona-Impfung bekommen, um den Schutz zu verstärken.

Das Robert Koch-Institut (RKI) bezeichnet die Wahrscheinlichkeit, dass eine Person nach vollständiger Impfung PCR-positiv wird, als „gering, aber nicht Null“. Je nach Impfstoff ist die Wahrscheinlichkeit um 65 bis 95 Prozent geringer, nach einer Impfung an Covid-19 zu erkranken.

Dass die Zahl der Impfdurchbrüche steigt, liegt vor allem auch daran, dass immer mehr Menschen vollständig geimpft sind. Aber auch die ansteckendere Delta-Variante spielt eine Rolle, bei der von einer reduzierten Wirksamkeit der Impfungen ausgegangen wird.

7.229 Impfdurchbrüche in Deutschland seit Februar

In Deutschland hat es dem RKI zufolge seit 1. Februar 2021 insgesamt 7.229 Impfdurchbrüche bei über 40 Millionen vollständig Geimpften gegeben. Unter diesen Impfdurchbrüchen gab es in der Altersgruppe der unter 18-Jährigen keinen Fall mit einem schweren Verlauf, bei den 18- bis 59-jährigen Impfdurchbrechern lag die Hospitalisierungsrate bei zwei Prozent, bei den über 60-Jährigen bei 27 Prozent.

Impfdurchbrecher können auch andere anstecken, wenngleich laut RKI „das Risiko einer Virusübertragung stark vermindert“ ist. Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt daher auch Geimpften, die allgemeinen Schutzmaßnahmen (Maske, Hygieneregeln, Abstand, Lüften) einzuhalten.

Manche Veranstalter verlangen auch von geimpften Gästen einen negativen Schnelltest. Das war zuletzt beispielsweise beim Konzertwochenende in Raesfeld der Fall und hatte bei einigen Gästen für Verwunderung gesorgt.

Korrektur: Der Kreis Recklinghausen hat seine Angaben zur Anzahl der Impfdurchbrüche korrigiert: Bis 3. August gab es kreisweit 125 Fälle, in denen sich vollständig Geimpfte mit dem Coronavirus infiziert haben, und nicht 179. Wir haben die Stelle im Text angepasst.

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Einst aus Sachsen nach Westfalen rübergemacht. Dort in Münster und Bielefeld studiert und nebenbei als Sport- und Gerichtsreporter gearbeitet. Jetzt im Ruhrpott gelandet. Seit 2016 bei Lensing Media.
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Robert Wojtasik

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