In Dorsten gibt es den Segen der Sternsinger erstmals „to go“

dzSternsinger-Aktion

Hunderte Kinder sind am Wochenende als Sternsinger durch Dorsten gezogen und haben Spenden gesammelt. Zum Wochenstart gibt es in einer Pfarrei den Segen erstmals auch „to go“.

Dorsten

, 06.01.2019 / Lesedauer: 3 min

Mit dem Kreidezeichen „20*C+M+B+19“ brachten viele Mädchen und Jungen in den Gewändern der Heiligen Drei Könige den Segen „C+M+B Christus mansionem benedicat“ (Gott segne dieses Haus) am Wochenende zu den Menschen in Dorsten. Den ganzen Samstag über zogen bei nasskaltem Wetter die meist jungen Sternsinger auch durch die Straßen in Barkenberg und Wulfen. Am Sonntag ging es dann durch Deuten.

Sternsinger verzichtete sogar auf ein Fußballspiel

„Leider ist in Wulfen noch kurzfristig eine Gruppe krankheitsbedingt ausgefallen, trotzdem hatten wir sehr eifrige Kinder und Erwachsene“, freute sich Yvonne Klaus. Mehrere Tage hatte sie die Aktion vorbereitet, in diesem Jahr zum fünften Mal. Nach dem Aussendungsgottesdienst ging es am Samstagmorgen los, gegen Mittag gab es ein Mittagessen im Matthäusheim. „Nudeln mit Soße, dazu ein leckerer Nachtisch, das mögen eigentlich alle“, berichtete Yvonne Klaus.

In Dorsten gibt es den Segen der Sternsinger erstmals „to go“

Die Sternsinger wurden am Wochenende oftmals freundlich empfangen. Es gab eine Spende für Kinder in Peru - und manchmal auch ein paar Süßigkeiten. © Guido Bludau

„Eigentlich habe ich heute ein Fußballspiel, aber es ist ja für einen guten Zweck und es macht auch Spaß“, sagte Felix (9). Mit Marven (12), dessen Freund Simon (10) und zwei Eltern war er im Barkenberger Westabschnitt unterwegs. Nicht überall wurden die Türen geöffnet, aber wenn doch, dann sangen sie von der Reise der drei Weisen zum Christuskind und endeten mit dem Vers: „Der Herr schenke euch ein gesegnetes Jahr, das wünschen Kaspar, Melchior und Balthasar.“

Das Motto des Dreikönigssingen in diesem Jahr lautet: „Segen bringen, Segen sein. Wir gehören zusammen - in Peru und auf der ganzen Welt!“ Peru ist das Beispielland, die gesammelten Spenden sind in diesem Jahr bestimmt für behinderte Kinder auf der ganzen Welt. Es gibt weltweit etwa 165 Millionen Kinder mit Behinderungen. In ohnehin armen Ländern gehören sie oft zu den Ärmsten. Bereits 1959 wurde die Aktion erstmals gestartet. Inzwischen ist das Dreikönigssingen die weltweit größte Solidaritätsaktion, bei der sich Kinder für Kinder in Not engagieren.

Dann gab es fast immer ein paar Süßigkeiten für die Sternsinger - und Geld in die versiegelte Spendendose. So wie an einem Einfamilienhaus am Hetkerbruch bei Familie Winkels. „Die Sternsinger kommen jedes Jahr zu uns. Auch dieses Mal haben wir uns gefreut, sie zu sehen“, sagte Sandra Winkels.

Besondere Aktion in Hervest geplant

Auch auf dem Gebiet der Pfarrei St. Paulus in Hervest sind die Mädchen und Jungen als Heilige Drei Könige verkleidet unterwegs gewesen – und weiten die Aktion erstmals mit dem „Sternsingersegen to go“, also zum Mitnehmen, aus. „Wir möchten allen Dorstenern die Möglichkeit geben, den Segen der Sternsinger zu empfangen und für Kinder in Not zu spenden“, erklärt Kai Kaczikowski, Pastoralreferent der Pfarrei St. Paulus. Erfahrungsgemäß würden die Kinder nicht in jedem Haus Bewohner antreffen, einige Haushalte könnten aufgrund der Größe der Bezirke nicht besucht werden. „Wir bieten an, den Segen bei einer Sternsingergruppe im eigenen Stadtteil und in unseren drei Gemeinden der Pfarrei abzuholen“, erklärt der Pastoralreferent.

Dazu schlüpfen die jungen Könige von Montag bis Mittwoch, jeweils von 17 bis 18 Uhr, noch einmal in ihre Gewänder. Am Montag sind die Sternsinger vor dem Edeka-Markt an der Fürst-Leopold-Allee 60 anzutreffen, am Dienstag vor dem Rewe-Markt an der Glück-Auf-Straße 255 und am Mittwoch vor dem Restaurant Grütering an der Glück-Auf-Straße 313. Die Sternsinger singen ein Lied, spenden den Segen „to go“ und sammeln Spenden für ihre Altersgenossen in Afrika, Asien, Lateinamerika und Osteuropa.

Bürgermeister empfing Sternsinger im Rathaus

Am Freitag bereits wurden Sternsinger aus der Gemeinde St. Marien von Bürgermeister Tobias Stockhoff im Ratssaal empfangen. „Die Sternsinger-Aktion macht die Welt jedes Jahr ein kleines Stück besser“, sagte Stockhoff.

In Dorsten gibt es den Segen der Sternsinger erstmals „to go“

Bürgermeister Tobias Stockhoff empfing Sternsinger der Gemeinde St. Marien am Freitag im Ratssaal. © Stadt Dorsten

Um den engagierten Kindern und Jugendlichen in Dorsten für ihr Engagement zu danken, hatte Stockhoff die vielen kleinen Könige und ihre Betreuer 2017 erstmals zu einem Aktionstag ins Atlantis eingeladen. Rund 400 Sternsinger folgten der Einladung und auch das Animationsteam des Freizeitbades hatte buchstäblich königlichen Spaß.

Auch in diesem Jahr sind darum alle Sternsinger wieder zu einem Aktionstag im Februar eingeladen. Den Pfarrbüros der katholischen Gemeinden in Dorsten sind Flyer zugegangen, denen alle wichtigen Infos zu entnehmen sind.

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