Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Im Juli entscheidet sich wohl die Zukunft des Olymp Sportparks in Dorsten

dzOlymp Sportpark

Fast zwei Jahre nach der Brandkatastrophe auf Maria Lindenhof fällt wohl im Juli die Entscheidung, ob der Olymp-Sportpark neu gebaut wird. Die Inhaber bitten die Mitglieder weiter um Geduld.

Dorsten

, 20.04.2019 / Lesedauer: 3 min

In ihren Köpfen steht der neue Olymp-Sportpark schon lange. Modern und lichtdurchflutet soll er werden, das hatten Herbert Thiel und Martin Göritz kurz vor Weihnachten gesagt, als sie erstmals öffentlich Computeranimationen präsentierten. Doch ob die Pläne der beiden Olymp-Betreiber jemals umgesetzt werden, ist noch immer unklar.

Jetzt lesen

Die Vorentscheidung fällt wohl im Juli – vor Gericht. Ein „wichtiger Verhandlungstag“ sei das, geben Thiel und Göritz zu. „Jede weitere Planung hängt von diesem Termin ab.“ Herbert Thiel spricht von „Zeitverzögerungstaktik“ der Versicherung, gegen die man nichts machen könne. „Wir fühlen uns zwar im Recht“, sagt er, „aber es wird dennoch darauf hinauslaufen, dass Gerichtsentscheidungen abgewartet werden müssen.“

„Immer wieder Eingaben, aber keine konkreten Vorwürfe“

Ins Detail mögen Thiel und Göritz nicht gehen, aber klar scheint, dass vor Gericht zunächst geklärt wird, ob sie überhaupt Ansprüche an die Versicherung haben, die „immer wieder neue Eingaben“ mache, „ohne aber konkrete Vorwürfe zu erheben“. Das steht auch in einem Brief an die Mitglieder, der in dieser Woche verschickt wurde und in dem sie weiterhin um Geduld gebeten werden.

„Die Versicherung macht immer neue Eingaben, ohne aber konkrete Vorwürfe zu nennen.“
Herbert Thiel

Im Dezember hatten die Olymp-Betreiber betont, den Millionenbetrag für den Neubau dank eines Mit-Gesellschafters und vieler, auch kleinerer Darlehensgeber ohne Urteil aufbringen zu können. Nun haben sie die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht eingeschaltet. „Wir hoffen auf einen Zeitgewinn im laufenden Verfahren.“ Thiel und Göritz sind „sehr zuversichtlich“, dass nach dem Juli-Termin zwar die gerichtliche Auseinandersetzung mit der Versicherung nicht abgeschlossen sein wird, dem Baubeginn aber nichts mehr im Wege steht.

Im Juli entscheidet sich wohl die Zukunft des Olymp Sportparks in Dorsten

Lichtdurchflutet und modern soll der neue Olymp Sportpark werden. © privat

Einen Bauantrag haben sie noch nicht gestellt, hoffen aber auf zügige Bearbeitung im Rathaus, wenn der Tag kommt. Die Stadt Dorsten steht mit dem Olymp Sportpark fortlaufend in Gesprächen zu Planungsfragen, ebenso der Bäderbetrieb hinsichtlich der bestehenden Kooperation im Fitness-Bereich. „Die Stadt kann zu den Inhalten der Gespräche keine Auskunft geben“, sagte Stadtsprecher Ludger Böhne auf Anfrage. „Wir sind aber nach wie vor sehr daran interessiert, dass für den Olymp Sportpark eine nachhaltige Lösung gefunden wird.“

Experte: Fitness-Markt in Dorsten ist gesättigt

Die weitere Entwicklung des Olymp Sportparks wird auch von den Mitbewerbern in Dorsten aufmerksam beobachtet. Injoy-Inhaber Paul Underberg hält den Fitnessmarkt in Dorsten derzeit für „gesättigt, aber nicht überstrapaziert“.

Im Juli entscheidet sich wohl die Zukunft des Olymp Sportparks in Dorsten

Paul Underberg will in den Injoy Dorsten in diesem Jahr eine Million Euro investieren. © Stefan Diebäcker

In Kürze kommt allerdings „Fitnessloft“ auf dem Zechengelände hinzu, „die werden dauerhaft bis zu 2500 Mitglieder benötigen“, glaubt Underberg. Am Gemeindedreieck sei zudem „FitX“ in Planung, Luftlinie gerade mal 150 Meter vom alten Olymp-Standort entfernt. „Sie werden 4000 Mitglieder haben wollen, sind aber finanzstark und halten auch eine Unterdeckung aus“, meint der Experte. Dann wird es laut Underberg „eng“ in Dorsten, für wen auch immer. „Wohl dem, der dann bestenfalls keine Finanzierung mehr über Jahrzehnte an der Backe hat.“

„Wohl dem, der bestenfalls keine Finanzierung mehr über Jahrzehnte an der Backe hat.“
Paul Underberg

Das Injoy an der Borkener Straße reagiert auf die sich anbahnende neue Konkurrenzsituation mit erheblichen Investitionen in diesem Jahr. Für die Modernisierung der Sauna mit einem Blockhaus und „attraktiven Anwendungen“, 40 neue Hightech-Cardiogeräte und einen „neuen und in der Konstellation einmaligen Trainingserlebnisbereich“ auf 200 Quadratmetern sind rund eine Million Euro veranschlagt.

Lesen Sie jetzt

Pläne aus Zeitgründen geändert

Im „neuen“ Olymp wird kein Tennis gespielt

Drei Monate nach dem verheerenden Feuer, das den Olymp Sportpark zerstört hat, ist die Brand-Ruine an der Brüderstraße nahezu geräumt. Die letzten Schuttberge verschwinden in den nächsten Tagen, zurück Von Von Stefan Diebäcker

Lesen Sie jetzt