Illegale Entsorgung von Betonplatten sorgt für Ärger und Kosten

dzWilde Müllkippe

Bislang unbekannte Umweltsünder haben eine ganze Lkw-Ladung von Waschbetonplatten in einem Dorstener Waldgebiet entsorgt. Der Müll-Haufen wurde am Mittwochmorgen entdeckt.

Dorsten

, 17.06.2020, 16:30 Uhr / Lesedauer: 1 min

Der Bereich befindet sich im Bereich An der Wienbecke zwischen Holsterhausen und Wulfen. Der Haufen alter Betonplatten blockierte einen Waldweg im Naturschutzgebiet Hervester Bruch.

Der Entsorgungsbetrieb der Stadt hat umgehend auf den Hinweis reagiert und die Ablagerung der alten Waschbetonplatten noch am Mittwochmittag mit Unterstützung des Bauhofes entsorgt.

Die Beseitigung des illegal abgelagerten Mülls belastet den Steuerzahler mit rund 500 Euro.

Die Beseitigung des illegal abgelagerten Mülls belastet den Steuerzahler mit rund 500 Euro. © Guido Bludau


500 Euro kostet die Beseitigung

„Im Einsatz waren der EBD mit einem Fahrzeug und einem Mitarbeiter, der Bauhof mit einem Radlader, einem Pritschenwagen und dazu je ein Mitarbeiter, zudem war der Einsatzleiter des EBD vor Ort. Inklusive der Entsorgungskosten für den Bauschutt – insgesamt sieben Tonnen – belastet die Beseitigung des illegal abgelagerten Mülls den Steuerzahler mit rund 500 Euro“, erklärte Pressesprecher Ludger Böhne auf Nachfrage. „Für die legale Abgabe an einer Sammelstelle hätte der Anlieferer dagegen nur 150 bis 200 Euro zahlen müssen.“

Im Einsatz waren der EBD mit einem Fahrzeug und einem Mitarbeiter, der Bauhof mit einem Radlader, einem Pritschenwagen und dazu je einen Mitarbeiter. Zudem war der Einsatzleiter des EBD vor Ort.

Im Einsatz waren der EBD mit einem Fahrzeug und einem Mitarbeiter, der Bauhof mit einem Radlader, einem Pritschenwagen und dazu je ein Mitarbeiter. Zudem war der Einsatzleiter des EBD vor Ort. © Guido Bludau

Erschreckend sei die besondere Dreistigkeit, eine solche Menge Bauschutt in einem Naturschutzgebiet abzukippen – in Sichtweite des NSG-Schildes und so mittig auf einen Weg, dass selbst Fußgänger kaum noch daran vorbeikommen.

Stadt bittet um Zeugenhinweise

„Dafür wurde sogar noch die Sperrschranke geöffnet, die üblicherweise verschlossen ist“, erläuterte Böhne. Die Stadt Dorsten bittet deshalb um Hinweise von möglichen Zeugen. Vielleicht hat jemand die Abladung beobachtet oder kann Hinweise zur Herkunft der Waschbetonplatten machen. Hinweise bitte per Mail an pressestelle@dorsten.de . Das fällige Bußgeld wird bei einem Ermittlungserfolg sicherlich im vierstelligen Euro-Bereich liegen.

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