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Hoher Krankenstand im Entsorgungsbetrieb: „Da ist einiges liegen geblieben!“

dzPersonalmangel

Die Jungs von der Müllabfuhr in Dorsten können ordentlich zupacken. Doch die körperliche Arbeit hinterlässt Spuren. Das hatte in diesem Jahr auch Auswirkungen auf die Straßenreinigung.

Dorsten

, 27.11.2018 / Lesedauer: 2 min

„Da ist einiges liegen geblieben“, mutmaßte SPD-Sprecher Wolfgang Koischwitz am Montagabend im Betriebsausschuss. Er war bis vor einigen Jahren Geschäftsführer des städtischen Entsorgungsbetriebes (EBD) und weiß aus eigener Erfahrung: „So etwas führt zu Unmut in der Bevölkerung.“

Sein Nachfolger Antonius von Hebel und Bürgermeister Tobias Stockhoff bestätigten: Personal musste „in erheblichem Umfang“ von der Straßenreinigung abkommandiert werden. Denn wegen des extrem hohen Krankenstandes hätte es sonst Einschränkungen bei der Abfallbeseitigung gegeben. Und das wäre, so dachte sich die Geschäftsführung vermutlich, wahrscheinlich mehr aufgefallen als eine Straße, durch die keine Kehrmaschine fährt.

Personalnot gibt es auch in anderen Städten

Stockhoff wollte die mitunter langen Ausfallzeiten einer Reihe von Mitarbeitern nicht pauschal bewerten. „Das muss man sehr differenziert betrachten“, sagte er und meinte damit womöglich auch: Nicht immer ist die körperliche Arbeit der Grund für einen Krankenschein. Und solche „absolute Spitzen“ bei der Personalnot gebe es auch in anderen Städten.

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Was also tun? Eine Wiederbesetzungssperre wie im Rathaus gibt es beim Entsorgungsbetrieb nicht. Und doch sind manche Probleme identisch. „Es ist sehr schwer geworden, geeignetes Personal zu finden“, sagte der Bürgermeister. Eine Kommune konkurriere mit der freien Wirtschaft, die oft bessere Konditionen anbieten könne.

Klar ist allerdings, dass der gesamte gewerbliche Apparat der Stadt Dorsten derzeit unter die Lupe genommen wird. Es geht um betriebliche Gesundheitsvorsorge, zum Beispiel auch im Grünflächen-Bereich. Mit Ergebnissen rechnet der Bürgermeister im ersten Quartal 2019 und ist überzeugt: „Da wird sich einiges ändern.“ Mehr Personal, um die körperliche Arbeit auf mehr Schultern zu verteilen, wird es wohl kaum geben. Vielmehr könnte künftig zum Beispiel beim Kauf neuer Fahrzeuge darauf geachtet werden, dass sie modernen ergonomischen Anforderungen genügen.

Apropos: Mindestens ein dringend benötigtes Fahrzeug konnte der Entsorgungsbetrieb zunächst nicht bestellen. Der dafür zuständige Mitarbeiter war längere Zeit erkrankt, hieß es am Montag. Inzwischen kostet der Wagen deutlich mehr.

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