Einweihung des Hohe-Mark -teiges an der Biologischen Station des Kreises Recklinghausen, hier mit (v.r.) RVR-Regionaldirektorin Karola Geiß-Netthöfel, Regierungspräsidentin Dorothee Feller und Geschäftsführerin Dagmar Beckmann vom Naturpark Hohe Mark. © Meike Holz
Freizeit

Hohe-Mark-Steig eröffnet: Wanderspaß vor der eigenen Haustür

Der Hohe-Mark-Steig ist offiziell eröffnet. Der 155 Kilometer lange Fernwanderweg von Olfen bis Wesel führt auch durch das Vest. Sobald es die Pandemie zulässt, können Hotels und Gaststätten gebucht werden.

Freizeitspaß für die ganze Familie an der frischen Luft – wo ist das in Coronazeiten möglich? Die Antwort ist einfach: Beim Wandern im Kreis Recklinghausen! Hier, in Dorsten, ist am Freitag der Hohe-Mark-Steig eröffnet worden. Drei Frauen enthüllten strahlend die Info-Stele an der Biologischen Station im Stadtteil Lembeck: Regierungspräsidentin Dorothee Feller, RVR-Regionaldirektorin Karola Geiß-Netthöfel und Dagmar Beckmann vom Naturpark Hohe Mark.

„Schade, dass wir heute das geplante Eröffnungsfest nicht feiern dürfen“, bedauerte Regierungspräsidentin Feller, die persönlich aus Münster angereist war, in ihrer Rede. „Denn hier ist fünf Jahre lang harte und gute Arbeit geleistet worden“, beteuerte sie.

Es war nicht alles leicht

Es sei nicht immer leicht gewesen, die zahlreichen Eigentümer an der Strecke für die Idee zu begeistern. Doch das Ergebnis, der 155 Kilometer lange Fernwanderweg von Olfen durch das Vest bis hin zum Rhein bei Wesel, sei eine echte Perle geworden.

RVR-Regionaldirektorin Karola Geiß-Netthöfel, Regierungspräsidentin Dorothee Feller und Geschäftsführerin Dagmar Beckmann vom Naturpark Hohe Mark (v. r.) eröffnen in Dorsten-Lembeck den Hohe-Mark-Steig.
RVR-Regionaldirektorin Karola Geiß-Netthöfel, Regierungspräsidentin Dorothee Feller und Geschäftsführerin Dagmar Beckmann vom Naturpark Hohe Mark (v. r.) eröffnen in Dorsten-Lembeck den Hohe-Mark-Steig. © Meike Holz © Meike Holz

RVR-Chefin Geiß-Netthöfel, die mit ihrem Team von Ruhr Grün für die Planung, die Unterhaltung und die Ausstattung sorgt, konnte bereits von einem Ansturm der Naturtouristen berichten. „Wenn wir jetzt unterwegs wieder einkehren dürften oder sogar übernachten könnten, kämen hier am Rande des Ruhrgebiets richtige Urlaubsgefühle auf“, schwärmte sie.

Positives Feedback der Besucher

Das Feedback der ersten Besucher sei überaus positiv gewesen, betont RVR-Projektleiter Rainer Kramps – „auch wenn einige Schutzhütten und Rastplätze noch fehlen.“ Außer der lukrativen „Wasserroute“ zwischen Olfen und Haltern und dem „Landstreifer“ in der Haard bei Oer-Erkenschwick müssten in den kommenden Wochen noch einige Strecken für Tagesausflügler vollendet werden, so Kramps.

Der Vergangenheit gehören die Probleme mit der Ausschilderung an: Zeitweise waren die magentafarbenen Wegschilder mit zwei stilisierten Bäumen und dem geschwungenen Weg offenbar so beliebt, dass sie bei einigen Zeitgenossen als Souvenir im Rucksack verschwanden.

Hirsch-Rufe und

Gebirgs-Feeling

„Der zuständige Sauerländische Gebirgsverein hat schnell für Ersatz gesorgt“, lobte Kramps. Und welche Strecke sollte der Wanderer unbedingt erleben? Wo sind die Geheimtipps? „Das ist natürlich Geschmackssache“, betonte Dagmar Beckmann vom Naturpark, die den Weg wie ihre Westentasche kennt. „Der eine mag den Wildnis-Charakter in der Üfter Mark, wo in der Brunftzeit die Hirschrufe zu hören sind, der zweite schätzt das Gebirgs-Feeling am Melchenberg bei Reken und der dritte genießt den weiten Ausblick auf die Industriekulisse des Reviers von den Feuerwachtürmen in der Haard“, zählt sie auf.

Massenhaft tolle Eindrücke

„Auf dem Steig gibt es massenhaft tolle Eindrücke in die Flora und Fauna, Gärten und Schlösser, ja sogar Industriedenkmäler. „Das Wandern ist echte Erholung vor der eigenen Haustür“, wirbt sie. 400.000 Euro werden in den nächsten Monaten in die Vermarktung des Hohe-Mark-Steigs fließen.

Sobald die Pandemie es zulässt, können Hotels und Gaststätten über den Naturpark gebucht werden.

Geführte Wanderungen sollen ab Juni angeboten werden.

Auch ein Wanderführer im Taschenbuchformat wird ab Mai angeboten. Für die Planung empfiehlt Beckmann die Internetseite www.hohe-mark-steig.de: Hier werden alle Etappen ausführlich beschrieben – damit die Vorfreude steigt!

Das ist der Hohe-Mark-Steig

  • Der Hohe-Mark-Steig führt von Olfen durch den Kreis RE bis nach Wesel. Der 155 km lange Fernwanderweg ist in sechs Etappen von 19 bis 27 km Länge eingeteilt. Außerdem werden ein „Wasserweg“ sowie neun sog. Landstreifer angeboten – das sind Themen-Rundwege für Tagesausflügler.
  • Die Gesamtkosten summieren sich auf zwei Millionen Euro. Dabei kommen 50 Prozent aus dem EU-Fonds für regionale Entwicklung, 30 Prozent vom Land und 20 Prozent vom RVR.
  • Zu den Investitionen gehört auch das Aufstellen von 70 bis 80 neuen Sitzgelegenheiten, der Bau von Schutzhütten sowie das Herrichten zahlreicher Wander-Parkplätze. Der RVR hat vertraglich zugesichert, die Ausstattung mindestens 15 Jahre lang zu pflegen. www.hohe-mark-steig.de
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