Die Arbeiten am Hochstadenplatz gehen gut voran, die Hochstadenbrücke ist allerdings doch erst im nächsten Jahr an der Reihe. © Guido Bludau
Wir machen Mitte

Hochstadenbrücke: Sanierung verschiebt sich, aber Schulhof geht voran

3,7 Mio. Euro sollte die Umgestaltung des Außenbereichs von Gymnasium Petrinum und VHS kosten. Einiges ist im Plan, aber nicht alles: Die Sanierung der Hochstadenbrücke folgt etwas später.

Spaziergänger und Radfahrer können sich davon überzeugen: Die derzeit milden Temperaturen kommen dem Baufortschritt auf dem Hochstadenplatz sehr entgegen. Die beste Sicht auf die Baustelle am oberen Schulhof des Gymnasiums Petrinum hat man allerdings aus der Luft.

Von oben ist zu erkennen, dass der Hochstadenplatz inzwischen komplett von Pflastersteinen und Substrat befreit wurde. Die Dachdeckerarbeiten konnten ebenfalls fast abgeschlossen werden, die neue Folie ist deutlich zu sehen. „Nur am Wohnhaus mit dem Kiosk stehen noch kleine Abdichtungsarbeiten aus“, erklärte Till Blackstein (Technisches Stadtteilmanagement „Wir machen Mitte“).

Gut eine Million Euro werden nach Plänen des Planungsbüros Kemper im Stadtumbau-Programm „Wir machen Mitte“ derzeit in die Sanierung des oberen Schulhofs investiert, der gleichzeitig das Dach des darunter liegenden Parkhauses bildet.

„Sind abhängig vom Wetter“

An „Rampe 3“ (am oberen VHS-Vorplatz) haben die Bauarbeiter bereits die ersten neuen Pflastersteine gelegt. Till Blackstein hofft, dass es in der ersten Januar-Woche nahtlos weitergehen kann. „Wir sind natürlich abhängig vom Wetter, es darf nicht stark regnen oder frieren“, sagt er.

An der Rampe zur VHS haben bereits die ersten Pflasterarbeiten begonnen.
An der Rampe zur VHS haben bereits die ersten Pflasterarbeiten begonnen. © Michael Klein © Michael Klein

Verzögerungen könnte es nach Angaben der Stadt eventuell auch deshalb noch geben, da es bei den Herstellern der Ausstattungsgegenstände (Bänke, Fahrradbügel, Lampen, Mülleimer, Hochbeete) durch die Corona-Pandemie zu erheblichen Lieferproblemen kommt.

Der Hochstadenplatz ist nur ein Teil der 3,7 Mio. Euro schweren Neugestaltung des Umfelds am Weiterbildungszentrum Maria Lindenhof. Nach Angaben der Stadt werden die Bauarbeiten für das Sportfeld und die barrierefreie Gestaltung der Rampenanlagen gemäß Zeitplan Ende Januar 2021 beginnen.

Corona-Hilfen vom Land

Dabei seien Mehrkosten entstanden, erklärte das Planungsamt unlängst vor dem Bau- und Planungsausschuss. Das Land stelle jedoch einmalige Corona-Hilfen zur Verfügung, mit dem die Stadt den Eigenanteil von rund 390.000 Euro übernehmen kann.

Auch ein neues Farb- und Lichtkonzept für die Hochstadenbrücke ist Teil des „Wir-machen-Mitte“-Projekts. Hier gab es bereits erste Vorbereitungen. „Es waren Sanierungsarbeiten erforderlich, die der Bergbau infolge von Bergsenkungen vergeben musste und die erst Ende November abgeschlossen werden konnten, so die Stadt.

Mehrkosten vermieden

Eigentlich sollte die Brücke bereits in diesem Jahr neu gestrichen und mit neuem Licht ausgestattet werden, doch die Arbeiten werden in Abstimmung mit dem Land als Fördergeber in das Frühjahr 2021 verschoben. Im Winter hätten sie in einem eingehausten und beheizten Baugerüst erfolgen müssen. Das hätte zu Mehrkosten geführt, die vermieden werden sollen.

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Redaktion Dorsten
Geboren 1961 in Dorsten. Hier auch aufgewachsen und zur Schule gegangen. Nach erfolgreich abgebrochenem Studium in Münster und Marburg und lang-jährigem Aufenthalt in der Wahlheimat Bochum nach Dorsten zurückgekehrt. Jazz-Fan mit großem Interesse an kulturellen Themen und an der Stadtentwicklung Dorstens.
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Michael Klein

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