Hier nimmt der Super-Blitzer Dorstener Raser ins Visier

dzLaser-Anhänger der Polizei

Er kann mehrspurig rund um die Uhr messen und schafft eine Woche im Akkubetrieb. In dieser Woche steht der „Enforcement Trailer“ an der Dorstener Stadtgrenze - und blitzt, was das Zeug hält.

Dorsten

, 31.10.2019, 19:45 Uhr / Lesedauer: 1 min

Tausende Dorstener Pendler fahren in dieser Woche am „Enforcement Trailer“ vorbei - viele ohne es zu bemerken. Denn der neue Laser-Blitzer der Autobahnpolizei Münster ist nur etwa halb so groß wie ein Smart. Wie ein Eisberg sieht der Anhänger aus, der modernste Laser-Messtechnik beinhaltet. Bemerkbar macht er sich spätestens dann, wenn der Bußgeldbescheid ins Haus flattert.

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Umgekehrt brauchen Raser nicht darauf hoffen, ihm zu entgehen. Denn auch bei dichtem Verkehr kann der mobile Laserscanner mehrspurig Geschwindigkeiten messen. Die Laser tasten permanent die entgegenkommenden Fahrzeuge ab und berechnen deren Geschwindigkeit.

Hier nimmt der Super-Blitzer Dorstener Raser ins Visier

Wie ein Eisberg wirkt der Enforcement Trailer von außen. © Foto: Peter Bandermann

Bis Dienstag an der A52

In dieser Woche steht er an der A52 bei Marl-Frentrop in Fahrtrichtung Haltern, direkt an der Auffahrt. Eine Strecke, die Tausende Dorstener Ein- und Auspendler täglich passieren - und wegen der dortigen Baustelle ein möglicher Gefahrenpunkt. „Wir stellen ihn nicht willkürlich auf, sondern dort, wo wir von einer Gefahr ausgehen“, sagt Angela Lüttmann, Pressesprecherin der Polizei Münster. „Wir wollen die erfassen, die deutlich zu schnell sind und dadurch zur Gefahr werden.“

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Dass der Super-Blitzer aber auch finanziell lukrativ sein dürfte, zeigen die Erfahrungen aus Dortmund. Dort musste die Polizei zusätzliches Personal einstellen, um die Daten des neuen Geräts zu verarbeiten. Voraussichtlich bis Dienstag steht der Anhänger noch an der Dorstener Stadtgrenze. Bis dahin läuft er im Akkubetrieb.

Hier nimmt der Super-Blitzer Dorstener Raser ins Visier

So sieht das Innenleben des Hightech-Anhängers aus. © Foto: Peter Bandermann

Schutz gegen Vandalismus

„Das ist der große Vorteil“, berichtet Lüttmann. „Er braucht keine Manpower. Er wird nur abgestellt und ein paar Tage später abgeholt.“ Auch sonst ist dem Hightech-Gerät der Wiesbadener Firma „Vitronic“ kaum beizukommen. Die Raser-Daten werden per sicherem Modem direkt an die Polizei geschickt. Und selbst rohe Gewalt hat keine Chance: Die Außenhülle besteht aus schusssicherem Material und Sensoren melden Vandalismus und Diebstahl-Versuche automatisch an die Polizei.

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